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Die Lehrer von morgen

Ein leidiges Thema

Ich hatte so lange auf ein eigenes Gehalt gewartet, das verlässlich auf meinem Konto landet und von dem ich gut leben kann. Nun befinde ich mich endlich im Referendariat, ich bin verbeamtet und ich werde sechs Wochen Sommerferien haben. Aktuell weiß ich allerdings nicht mal, ob ich mir dieses Jahr einen Urlaub leisten kann. Das liegt an meinem Auto und verschiedenen Arztrechnungen.
Mein Auto habe ich günstig gekauft. Schon nach zwei Monaten benötigte es die erste Reparatur, die mich über 500 Euro kostete. Hinzu kommt, dass ich als Fahranfängerin unglaublich viel für meine Kfz-Haftpflichtversicherung bezahle. Aktuell ist mein Auto sogar schon wieder in der Werkstatt, da es immer wieder Öl verliert.
Das andere Thema ist die Krankenversicherung: Für Beamte ist es oft günstiger, sich privat versichern zu lassen. Das bedeutet, ich bezahle alle Arztrechnungen erstmal selbst und hole mir erst hinterher das Geld von der Versicherung und der Beihilfestelle zurück. Dafür muss ich immer liquide sein, denn schon eine Vorsorgeuntersuchung bei der Gynäkologin kann rund 300 Euro kosten. Das Nervigste dabei ist: Von den ersten 180 Euro im Jahr bekommt man nichts zurück (Kostendämpfungspauschale). Die meisten Versicherungen geben dir außerdem einen Bonus, wenn du dir ein Jahr lang kein Geld von ihnen zurückholst. Deshalb ist es besser, alle Arztrechnungen zu sammeln und erst dann einzureichen, wenn diese den Bonus übersteigen. Dadurch überlegt man zweimal, ob man mit einem Problem zum Arzt geht oder lieber noch wartet, bis man die Rechnung ruhigen Gewissens bezahlen kann – und solche Abwägungen sollten in Gesundheitsfragen wirklich keine Rolle spielen!
Dadurch ist es im Referendariat gar nicht so einfach, sein Geld zusammenzuhalten. Man hat mehr Geld zur Verfügung, aber auch höhere Ausgaben. Hinzu kommt, dass es zeitlich kaum möglich ist, sein Gehalt durch einen Nebenjob aufzubessern. Langsam erhole ich mich aber von den ganzen unerwarteten Kosten und erlaube mir schon wieder, ein bisschen auf einen kleinen Sommerurlaub zu hoffen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 15, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 15, 2019

Die Lehrer von morgen

Rafting auf der Isar

Zu Weihnachten hatte ich einen Gutschein für eine Raftingtour auf der Isar geschenkt bekommen. Vergangenes Wochenende konnte ich diesen endlich einlösen. Mit meinen Freunden fuhr ich nach Lenggries, ein Dorf südlich von München, das in eine wunderschön bergige Landschaft eingebettet ist. Mitten hindurch fließt die klare und blau schimmernde Isar.
Beim Veranstalter angekommen erhielten wir eine kurze Einweisung sowie einen Neoprenanzug, Helm und Paddel. In dieser Montur stapften wir zur Isar. Zunächst wurde geprobt, wie man sich im Wasser bewegen soll, wenn man von Bord gegangen ist. Die Isar sollte hierbei nicht unterschätzt werden, da sie doch ein reißender Fluss ist. Dann wurden uns die Paddelbewegungen gezeigt.
Und dann ging es los: Wir paddelten zunächst gemütlich über die Wellen, bis die ersten Stromschnellen kamen. Voller Adrenalin bewältigten wir den kurzen Abgang. Wir zogen unser Schlauchboot ans Ufer und durften in die Stromschnelle hineinspringen. Bei einer Wassertemperatur von vierzehn Grad war das eine sehr kalte Angelegenheit. Dennoch machte es unheimlich viel Spaß!
Am Ende angekommen schleppten wir unser Schlauchboot aus dem Wasser. Wir erhielten Umhänge, damit wir den Bus nicht nass machten und wurden zum Startpunkt zurückgefahren. Alles in allem hatte ich mir etwas mehr „action“ bei der Raftingtour erhofft. Es gab lediglich eine Stromschnelle, die aufregend war. Dennoch machte mir die Tour viel Spaß und es war etwas Besonderes.
Weil wir nach dem langen Tag die Strecke nicht mehr nach Hause fahren wollten, übernachteten wir in München. Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich und spazierten noch etwas im Englischen Garten, bis wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 11, 2019

Die Lehrer von morgen

Freie Tage sinnvoll nutzen

Besonders erfreulich sind im Sommersemester die vielen Feiertage. Es sind freie Tage, an denen viel für die Universität nachgeholt oder vorbereitet werden kann. Oder man verbringt sie mit seinen besten Freundinnen – so wie ich.
Wir frühstückten in aller Seelenruhe bei Sonnenschein zusammen auf meiner Terrasse. Wir tauschten Neuigkeiten aus und unterhielten uns viel.
Nach unserem ausgiebigen Frühstück nahmen wir den Zug nach Nürnberg, um dort ein Burggrabenfest zu besuchen. Angekommen pausierten wir an der Pegnitz und lauschten einem Gitarrenspieler. An der Burg angekommen stellten wir fest, dass das Burggrabenfest gar nicht stattfand – es handelte sich um eine falsche Ankündigung.
Wir ließen uns im Burggarten nieder und genossen die Aussicht.
Als sich unser Hungergefühl regte, suchten wir uns ein schönes Restaurant. Wir entdeckten die „Kuhmuhne“, ein Burgerrestaurant, das auf regionale und frische Produkte Wert legt. Wir bekamen draußen einen schönen Platz und ließen uns das leckere Essen schmecken. Abschließend schlenderten wir durch die belebten Gassen und gönnten uns noch ein Eis, bevor wir zurück nach Hause fuhren.
Es war sehr schön, einen kompletten Tag mit meinen besten Freundinnen zu verbringen. Leider schaffen wir es nur selten, so viel Zeit miteinander zu verbringen, deshalb war dieser Tag umso kostbarer.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2019