Mit dem Bachelor in den Beruf
Wo und was arbeiten Bachelorabsolventen? Und wie hat der Berufseinstieg geklappt? abi>> hat sich bei Berufseinsteigern umgehört.
Anna Hörmann (25) hat Soziale Arbeit in München studiert und arbeitet als Sozialpädagogin in einem Fanprojekt in Augsburg.
Ich konnte nach meinem Bachelorabschluss 2010 nahtlos ins Berufsleben starten und arbeite jetzt für den Stadtjugendring in Augsburg als Sozialpädagogin in einem Fanprojekt. Nach meinem Bachelorstudium war die Bewerbung beim Stadtjugendring die einzige, die ich geschrieben habe. Allerdings habe ich schon mein Praxissemester bei meinem jetzigen Arbeitgeber gemacht, nur in einer anderen sozialen Einrichtung: im Jugendzentrum Oberhausen. Nach dem Praxissemester bekam ich eine Halbtagsstelle und begann neben dem Studium im Fanprojekt zu arbeiten. Jetzt bin ich Ansprechpartnerin für junge FC Augsburg Fans in den Räumen des Fanprojektes und betreue sie auf dem Weg zum Stadion und während der Fußballspiele.
Tina Teucher (25) hat Literatur und Kulturwissenschaften (Germanistik und Französisch) in Dresden studiert und ist nun als Redakterin bei einem Münchner Verlag beschäftigt.
2009 habe ich meinen Bachelorabschluss gemacht. Schon während der Bachelorarbeit habe ich angefangen, mich zu bewerben und etwa 20 Bewerbungen geschrieben. Schließlich fand ich einen echten Traumjob beim Altop Verlag in München. Nach dem Einstieg als Redakteurin bin ich inzwischen leitende Redakteurin des Magazins „forum Nachhaltig Wirtschaften“. Im Januar 2011 habe ich noch einen Master of Business Administration (MBA) in Sustainability Management begonnen, den ich berufsbegleitend absolviere. Langfristig möchte ich meinen Job gerne um Moderations- und Beratungtätigkeiten erweitern.
Christine Lucka (27) hat an der FH Köln Rettungsingenieurwesen studiert und ist inzwischen als stellvertretende Geschäftsführerin beim Deutschen Roten Kreuz Ambulanzdienst in Hamburg.
Uns wurde immer gesagt, wir sollten uns auf Führungspositionen bewerben, deshalb habe ich das auch getan. Ich sage mal so: Das war mutig, aber ich wusste es ja nicht besser. Die Bewerbungsphase war demnach schwierig: Zwischen 15 und 20 Bewerbungen an die unterschiedlichsten Einsatzstellen bundesweit waren nötig, bis es endlich beim Deutschen Roten Kreuz Ambulanzdienst in Hamburg geklappt hat. Meinen heutigen Kreisgeschäftsführer habe ich durch mein Auftreten überzeugt – die ausgeschriebene Stelle als Controllerin habe ich aber nicht bekommen. Dafür hat er mir eine eigene Stelle gebastelt: Ich sollte ein Qualitätsmanagement-System aufbauen. Das lief ziemlich gut. Mittlerweile bin ich sogar stellvertretende Geschäftsführerin.
Julia Heid (25) hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe „Technische Redaktion“ studiert und arbeitet als Technische Redakteurin im Vertrieb in Bremerhaven.
Während meiner Abschlussarbeit habe ich etwa 20 Bewerbungen geschrieben. Da ich mich sowohl für den kreativen Bereich (beispielsweise in einer PR-Abteilung) interessierte, aber mir auch vorstellen konnte, das Schreiben reiner Betriebsanleitungen zu übernehmen, habe ich mich auf beide Arten von Stellenangeboten beworben. Zwei Monate, nachdem ich mein Bachelorzeugnis hatte, habe ich die Zusage meines ersten Arbeitgebers erhalten: ich arbeitete in der technischen Redaktion eines Tabakanlagenherstellers. Nach einem Jahr wollte ich mich dann umorientieren. Dieses Mal musste ich nicht ganz so viele Bewerbungen verschicken und hatte zwei Bewerbungsgespräche. Recht schnell kam die Zusage von AREVA Wind in Bremerhaven. Dort bin ich jetzt seit Mai 2010 als Technische Redakteurin im Vertrieb angestellt und für die Erstellung und Pflege der Vertriebsdokumente zuständig. In diesen beschreibe ich die verschiedenen komplexen Funktionen und den Lieferumfang der Windkraftanlagen in verständlicher kurzer Form. Das macht viel Spaß, da es eine gute Mischung aus „kreativ sein dürfen“ und „standardisierte technische Beschreibungen verfassen“ ist.








