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Masterstudiengang Umwelttechnik/Regenerative Energien

Vom Maschinenbau zum Klimaschutz

Nach seinem Bachelorstudium und anschließender Berufstätigkeit entschied sich Björn Heucke (29) für den konsekutiven Masterstudiengang Umwelttechnik/Regenerative Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin.

Björn Heucke auf einer WIndkraftanlage.

Björn Heucke studiert Umwelttechnik/Regenerative Energien in Berlin.

Foto: Privat

Einen großen Bezug zur Praxis hatte Björn Heucke schon zu Beginn seiner akademischen Laufbahn. Er absolvierte den dualen Studiengang Maschinenbau an der Berufsakademie Berlin, die 2003 in die Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin integriert wurde und seit 2009 ein Fachbereich der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist. Parallel zu seinem Studium durchlief er Praxisphasen in einem Betrieb. „Dadurch bin ich schon während meines Studiums in die Firma gekommen, in der ich auch heute noch nebenberuflich arbeite. Wir bauen Kohlekraftwerke“, fügt er hinzu, „mit Klimaschutz hat das also zunächst einmal recht wenig zu tun.“ Doch gerade dies habe ihn motiviert, einen Schwerpunkt in Umwelttechnik zu setzen.

Einstieg in die Umwelttechnik

Nach seinem Diplomabschluss im Jahr 2005 wurde Björn Heucke von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen. Drei Jahre lang arbeitete er als technischer Projektleiter. „Dabei wurde mir bewusst, dass ich dazu beitragen möchte, ein Gegengewicht zur konventionellen Kraftwerkstechnik zu schaffen“, sagt der Maschinenbauingenieur. „Schließlich beschäftigt dieses Thema Wirtschaft und Politik in zunehmendem Maße und spielt auch bei uns im Konzern eine immer größere Rolle.“ Um sich den fachlichen Hintergrund zu verschaffen, schrieb er sich im Herbst 2008 für den Studiengang Umwelttechnik/Regenerative Energien an der HTW Berlin ein.

„Für das Aufbaustudium habe ich mich auch entschieden, weil ich ein höheres akademisches Niveau erreichen wollte“, ergänzt Björn Heucke. Weil er vom Maschinenbau kam, musste er jedoch zunächst einige Hürden nehmen. „Normalerweise führt der Weg direkt über den zugehörigen Bachelorstudiengang, denn die Physik in der Umwelttechnik ist anders gelagert als im Maschinenbau, weil zum Beispiel Schwerpunkte wie Solar- und Windenergie hinzukommen.“ Um die Zulassungsvoraussetzungen für diesen Master zu erfüllen, musste er zwei Vorlesungsreihen aus dem Bachelor nachholen, unter anderem zum Thema regenerative Energiesysteme. „Das war nicht immer einfach, aber ich habe dabei einen sehr guten Überblick bekommen.“

Die Themen im Studium sind vielfältig: angefangen bei der Auswertung von Klimadaten über Berechnungen und Modellierung der einzelnen Energiesysteme bis hin zur Ausarbeitung von Energiekonzepten. Das beinhaltet auch ökonomische Fragestellungen. „Es genügt nicht zu wissen, wie diese Systeme funktionieren, sondern man muss sie auch berechnen und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit betrachten können, Aspekte wie Rentabilität und die Höhe der realen Kosten sind zu berücksichtigen.“

Seine Masterarbeit, die er bereits abgegeben hat, hatte Björn Heucke einem Thema im Bereich „Optimierung von solarthermischen Kraftwerken“ gewidmet. Damit hat der Ingenieur sein viersemestriges Aufbaustudium nach Plan abgeschlossen. Mittlerweile wird Umwelttechnik/Regenerative Energien als kompletter Bachelor-/Masterstudiengang angeboten, der insgesamt zehn Semester dauert. „Der Quereinstieg hat auch Vorteile“, betont Björn Heucke. „Mit Berufserfahrung im Bereich Maschinenbau kann man zum Beispiel noch besser beurteilen, inwieweit es mit der technischen Umsetzung in der Praxis klappt.“

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