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Handwerkszeug für die Beratung

Student arbeitet in der Bibliothek am Computer.
Kalkulieren, Kosten analysieren, Kennzahlensteuerung: Studierende des dualen Studiengangs „Controlling & Consulting“ erlernen schon früh die praktischen Elemente der Unternehmensberatung.
Foto: Axel Jusseit

Controlling & Consulting

Handwerkszeug für die Beratung

Rebecca Rist (22) studiert an der DHBW in Villingen-Schwenningen „Controlling & Consulting“. Der duale Bachelorstudiengang bereitet die Absolventen insbesondere auf den Einstieg in Finanzabteilungen von Unternehmen sowie in Unternehmensberatungen vor.

„Überdurchschnittliche Belastbarkeit und gute Konfliktlösungsfähigkeiten werden vorausgesetzt. Eine hohe geistige Flexibilität, Zielorientierung und der nötige Biss bei der Bearbeitung immer neuer betriebswirtschaftlicher Probleme sind zentrale Kriterien.“ So steht es auf der Homepage des Studiengangs „Controlling & Consulting“ der DHBW Villingen-Schwenningen. Ist die Beschreibung übertrieben? „Durchaus realistisch“, findet Rebecca Rist. Sie studiert im dritten Semester und weiß, was damit gemeint ist.

Das Lernpensum ist hoch. Schon allein die 210 ECTS-Punkte, die in sechs Semestern Regelstudienzeit erreicht werden müssen, deuten darauf hin. Ohne nötigen Biss ist das sicherlich nicht zu schaffen – denn die Semester sind kurz, gerade mal drei Monate inklusive Prüfungen. Auf die Theoriephase an der Hochschule folgt eine ebenfalls dreimonatige Praxisphase im Unternehmen.

Mit Zahlen jonglieren

Ein Porträt-Foto von Rebecca Rist

Rebecca Rist

Foto: privat

Dennoch ist Rebecca Rist mit ihrer Studienwahl zufrieden. Bereits im Abitur hatte sie den Schwerpunkt auf Wirtschaft gelegt und entschied sich bewusst für ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Controlling. In der Arbeitswelt unterstützen Controller die Entscheidungen des Managements, indem sie Informationen sammeln, aufbereiten, analysieren und überprüfen. Die methodischen Grundlagen des Controllings sind zugleich das Handwerkszeug, das Mitarbeiter in Unternehmensberatungen anwenden.

Klassische Kosten-Leistungs-Rechnungen, Kalkulieren, Kosten analysieren, Kennzahlensteuerung – überhaupt mit Zahlen jonglieren macht der 22-Jährigen Spaß. In ihrem Studenenplan finden sich daher Fächer wie Volkswirtschaftslehre, Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsmathematik, Finanzbuchführung oder auch Informationsmanagement. Abgerundet wird dieser durch Schlüsselqualifikationen wie Wirtschaftsenglisch, Präsentation und Projektmanagement.

„Möglichst viele Abteilungen kennenlernen“

Ohne Theorie geht es nicht, dennoch bevorzugt Rebecca Rist die Anwendung in der Praxis: „Ich mag es, wenn ich die Ergebnisse meiner Arbeit sehen kann.“ Die 22-Jährige arbeitet in den Praxisphasen in einem international tätigen Konzern, wo sie neben dem Controlling auch Einkauf, Lager, Angebots- und Rechnungserstellung oder die Produktion kennenlernt. „Im Controlling wird mit Informationen aus allen Abteilungen gearbeitet. Um zu verstehen, wie ein Unternehmen als Ganzes funktioniert, sollte man möglichst viele Abteilungen gesehen haben“, findet die duale Studentin.

Wie es nach dem Bachelor weitergeht, kann sie noch nicht sagen – vorstellen kann sie sich vieles: Arbeiten, um tiefer in die Materie einzudringen, oder auch ein Masterstudium draufsatteln und sich noch weiter spezialisieren. Auch mit Blick auf ihre spätere Tätigkeit ist sie offen: „Consulting ist sicherlich ein spannendes Feld, weil es so vielseitig ist und man sehr stark teamgebunden arbeitet.“

abi>> 13.02.2018