Schwerpunkt auf Finanzen
Mit Grundbegriffen wie Soll und Haben oder Schufa-Erklärung hatte sich der gelernte Bankkaufmann Jan Schönbrodt schon vor seinem Studium auseinandergesetzt. Nun studiert der 24-Jährige Betriebswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen im fünften Semester.
Im BWL-Studium hat man viele Wahlmöglichkeiten, in welche Richtung man gehen möchte. Zum Beispiel Finanzen, Rechnungswesen und Steuern.
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Gleich nach dem Abitur im Jahr 2006 machte Jan Schönbrodt eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg. „Dabei habe ich Abteilungen wie Personal, Rechnungswesen und Controlling kennengelernt. Diese Vielfalt hat mich gleich fasziniert. Ich wollte mein Wissen noch mehr vertiefen und studieren.“ Darum startete er im Oktober 2008 mit dem sechssemestrigen Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftlehre an der Georg-August-Universität Göttingen.
In den ersten drei Semestern absolvierte der Student vor allem Grundlagenmodule, zum Beispiel Mathematik, Statistik und eine Einführung in die Finanzwirtschaft. „Danach gibt es viele Wahlmöglichkeiten. Man kann sich auch im fünften oder sechsten Semester noch einmal ganz neu orientieren“, erklärt er. Für den gelernten Bankkaufmann stand von vornherein fest, dass er beim bereits eingeschlagenen Weg bleiben möchte: Seit dem vierten Semester konzentriert er sich darum auf den Schwerpunkt Finanzen, Rechnungswesen und Steuern.
Von der Praxis zur Theorie
Anders als während der Ausbildung steht für Jan Schönbrodt nun die Theorie im Vordergrund. Sein aktueller Stundenplan umfasst vor allem Vorlesungen in Sachen Bankbetriebslehre und Finanzwirtschaft. „Das Lehrangebot ist sehr umfassend“, freut sich der angehende Betriebswirt. Um seinen Horizont zu erweitern, belegt er auch Module aus verwandten Bereichen wie Volkswirtschaftslehre oder Versicherungen. „Bei aller Freiheit sollte man aber seine Ziele im Blick haben“, weiß er aus Erfahrung. Weil sein Schwerpunkt im Bachelorzeugnis ausgewiesen werden soll, benötigt er mindestens 30 Credit Points aus dazu passenden Wahlpflichtmodulen wie „Bankmanagement I“ oder „Finanzmärkte und Bewertung“.
Noch etwas muss Jan Schönbrodt bei der Auswahl beachten: Wer nach diesem Bachelorstudiengang gleich in den Job einsteigen möchte, sollte vor allem Module belegen, mit denen man sich berufsqualifizierende Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen kann. Dazu raten die Dozenten schon während der Einführungsveranstaltung. Deshalb hat er sich für Lehrveranstaltungen wie „Finanzierungsformen und Finanzierungspolitik“ entschieden.
Auslandssemester in Dänemark geplant
Zurzeit schreibt Jan Schönbrodt an seiner Bachelorarbeit zum Thema „Entwicklung und Management der Struktur des regulatorischen Eigenkapitals europäischer Banken im Kontext der aktuellen Finanzkrise“. Aus gutem Grund hat er sie in das fünfte Semester vorverlegt: „Vor dem Abschluss möchte ich unbedingt noch ein Auslandssemester einlegen.“ Ein Ziel hat er auch schon: die Aalborg Universität in Dänemark.
Die 700 Euro an Studiengebühren und Verwaltungskosten pro Semester finanziert er mit Hilfe seiner Tutorenstelle und elterlicher Unterstützung. „Außerdem jobbe ich während der Semesterferien in meinem Ausbildungsbetrieb“, fügt er hinzu. Nach dem Bachelor möchte er sofort wieder ins Berufsleben einsteigen, „gerne im Bereich Risikomanagement.“ Mit seinem Werdegang ist er bislang sehr zufrieden. „Es war sinnvoll, mit einer Ausbildung einzusteigen. Das kann ich jedem empfehlen, der bei einer Bank arbeiten möchte.“





