Leidenschaft trifft Exzellenz
Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist Exzellenz-Uni und Gewinnerin des Wettbewerbs "Exzellente Lehre". Von der guten Betreuung und den vielen Angeboten profitieren die Studierenden - wie Mathestudent Jan Weidner (23).
Jan Weidner studiert Mathe an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Foto: Privat
Wenn Jan Weidner von seinem Studienfach erzählt, ist der gebürtige Heidelberger in seinem Element: Er schwärmt von Geometrie, von Darstellungstheorie und dem Wunsch, in einer unsicheren Welt etwas mit Sicherheit erklären zu können. „Das liebe ich an der Mathematik: Wenn man einmal etwas bewiesen hat, dann bleibt das für immer, es ist eine echte Erkenntnis. Nicht wie beim Spinat, bei dem es früher hieß, er hätte viel Eisen und heute ist klar: Das ist Humbug“, erklärt der 23-Jährige.
Die Uni Freiburg ist seit 2007 eine von neun Exzellenz-Unis in Deutschland und gewann im Jahr 2009 auch den Wettbewerb „Exzellente Lehre“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz (KMK). Über die Auszeichnungen, die seine Universität erhalten hat, freut sich Jan Weidner. An seinem Studium habe sich dadurch aber kaum etwas geändert, sagt er. „Es ist schön, wenn man später ein Abschlusszeugnis von einer renommierten Uni hat. Aber ob Lehre gut ist, hängt für mich von jedem einzelnen meiner Professoren ab. Da gibt es gute und da gibt es nicht so gute“, erklärt der junge Mann, der im neunten Semester studiert, ganz pragmatisch. Gut ist für ihn ein Dozent, der vorbereitet ist, sehr gut erklären kann und Spaß bei der Arbeit hat. Genauso wichtig seien aber die Fachkenntnisse: „Ein Professor sollte Antworten auf Nachfragen wissen und einem das Gefühl geben, dass man von ihm noch richtig was lernen kann“, findet der Student.
Frühstudium vor dem Abitur
Jan Weidners Entscheidung, an der Uni Freiburg zu studieren, fiel bereits einige Jahre, bevor diese zur Elite-Universität wurde: Für die Mathematik begeisterte sich der aufgeschlossene, junge Mann schon während seiner Schulzeit. Die Faszination für das Reich der Zahlen wurde mit jedem Jahr größer, in der Oberstufe begann er schließlich ein Schülerstudium an der Uni Freiburg. „Da konnten interessierte Schüler wie ich schon vor dem Schulabschluss mit dem Mathestudium anfangen. Die Lehrveranstaltungen waren die gleichen wie im richtigen Studium und haben mir schon damals sehr viel Spaß gemacht“, sagt er. Als er sein Abitur macht, hat er bereits erfolgreich zwei Semester Mathematik studiert.
„Nach der Schule war klar, dass ich an der Universität Freiburg weiterstudiere. Schließlich hatte ich da ja auch angefangen und war mit dem Lehrstoff vertraut“, erklärt Jan Weidner. Auf diese Weise hatte die Universität also einen klugen Kopf für sich gewonnen, dessen Begabung sie frühzeitig erkannt und gefördert hatte. Die gute Betreuung setzte sich für den Mathestudenten im regulären Studium fort: „Wir können jederzeit zu unseren Professoren gehen und Fragen stellen. Sprechstunden kennen wir hier nicht. Das ist wirklich toll“, sagt er.
Neben den fachlichen Qualifikationen wird in Freiburg auch der Blick über den eigenen Tellerrand gefördert: Jan Weidner besuchte zahlreiche Kongresse – in Bonn, Münster, Dänemark oder Portugal. „Ich musste dafür nie etwas bezahlen, das hat die Uni geregelt. Leider wissen nur wenige Studenten, dass es solche Angebote gibt.“
Inzwischen steht Jan Weidner kurz vor dem Abschluss, die Noten sind sehr gut, die Promotion ist schon in Planung. Zurückblickend ist er sehr zufrieden mit der Wahl seiner Universität, er würde sich jederzeit wieder für Freiburg entscheiden. „Nur manchmal, da würde ich mich freuen, wenn es noch das ein oder andere Seminar gäbe, das ein mathematisches Problem noch tiefer behandelt.“




