Welche Studiengänge gibt es im öffentlichen Dienst?
Die Studiengänge im Öffentlichen Dienst qualifizieren für den Gehobenen oder für den Höheren Dienst.
Gehobener Dienst
Gleich nach der Schule können sich Abiturienten für einen Einstieg in den gehobenen nichttechnischen Dienst durch ein Studium an den Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes oder der Länder entscheiden. Die Fachhochschule des Bundes (FH Bund) bietet folgende Fachbereiche an: Allgemeine Innere Verwaltung, Arbeitsverwaltung, Auswärtige Angelegenheiten, Bundespolizei, Bundeswehrverwaltung, Finanzen, Kriminalpolizei, Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Nachrichtendienste, Sozialversicherung und Wetterdienst.
Die Verwaltungsfachhochschulen bilden in der Regel in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Polizei, Steuern und Finanzen sowie Sozialversicherung aus. Für einzelne Fachbereiche wie den gehobenen Bibliotheks- und Dokumentationsdienst, Forstdienst und allgemeinen Verwaltungsdienst wurde die verwaltungsinterne Ausbildung aufgegeben und das Studium an allgemeinen Fachhochschulen zugelassen.
Um an der FH Bund ein Studium aufnehmen zu können, müssen sich die Interessenten bei der jeweiligen Einstellungsbehörde bewerben - also beispielsweise der Bundespolizei, dem Auswärtigen Amt oder den Agenturen für Arbeit.
In den gehobenen technischen Dienst kann nur einsteigen, wer ein Studium in einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung mindestens an einer Fachhochschule erfolgreich abgeschlossen hat. Ein akkreditierter Bachelorabschluss einer Fachhochschule oder Universität ist dafür geeignet.
Höherer Dienst
Zugang zum höheren Dienst können Nachwuchskräfte des gehobenen Dienstes mit besonderer Eignung bekommen. Sie müssen ein spezielles Auswahl- und Prüfungsverfahren durchlaufen und werden für ihre Tätigkeit in Lehrgängen geschult. Der Zugang zum höheren Dienst steht aber auch Absolventen mit Bachelor- bzw. Masterabschluss offen.




