Die französischste Stadt Deutschlands
Wer das Flair Europas und dazu Hochschulen von Format sucht, ist in Saarbrücken richtig. Hier stimmt die Lebensqualität, es lebt sich günstig - und eine Reihe ausgezeichneter Hochschulen bieten innovative Studiengänge - vom "Aviation Business" bis zum Studium "Mikro- und Nanostrukturen".
Die Ludwigskirche in Saarbrücken wurde 1775 eingeweiht.
Foto: Landeshauptstadt Saarbrücken
Saarbrücken ist ein Studienort von Format – wenn auch nicht ganz wörtlich: Die Hauptstadt des Saarlands ist in der Fläche eher schlank, ihre Einwohnerzahl ebenso. Vielleicht ist die Stadt deshalb prädestiniert für das besondere Savoir Vivre, das ihr nachgesagt wird? Jedes Wochenende bevölkern französische Passanten die Stadt und geben Saarbrücken dadurch ein besonderes Flair. Gerühmt wird an der Stadt aber vieles: ihre Überschaubarkeit, die ins Familiäre geht, ihre Lage, viel Grün …
Der Hochschulstandort Saarbrücken
Einwohner: ca. 175.000
Studierende: ca. 20.000 (knapp 11 Prozent an der Gesamtbevölkerung)
Hochschulen: 5
Studiengebühren: keine
Miete: ca. 170 bis 250 Euro im Wohnheim, privat im Schnitt zirka 7,15 Euro Warmmiete pro Quadratmeter.
Boomtown mit kurzen Wegen
Saarbrücken, gern mal als „französischste Stadt Deutschlands“ bezeichnet, gilt als „Boomtown“: 2004 - 2009 stand es im Regio Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und dem Magazin Wirtschaftswoche auf Platz 2 der dynamischsten Großstädte Deutschlands. Verantwortlich hierfür sind vor allem die verfügbaren Einkommen.
Die Stadt, 999 erstmals urkundlich erwähnt, entstand um eine Königsburg herum: Das „Castellum Sarabrucca“ schenkte Kaiser Otto der Dritte den Bischöfen von Metz. Heute liegt die einstige Siedlung eingebettet zwischen Luxemburg, Trier, Metz, Nancy und dem westlichen Pfalzgebiet. Moderne Folge kurzer Wege: Viele pendeln nach Saarbrücken. Zu den Pendlern gehören auch viele Studierende: Derzeit bevölkern rund 20.000 aus dem In- und Ausland die fünf Saarbrücker Hochschulen.
5 Hochschulen, 5000 Forscher
Saarbrücken als Hochschulstandort zeichnet eine große Vielfalt aus. Die Universität bietet ein umfangreiches Studienangebot, auch mit vielen kleineren Fächern. Die Vielfalt zeigt sich auch in der Anzahl der Hochschulen: Neben der Uni gibt es die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule der Bildenden Künste Saar und die Hochschule für Musik Saar. Außerdem auch die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Auch die Deutsch-Französische Hochschule hat hier ihren Verwaltungssitz. Wissenschaft und Forschung haben einen hohen Stellenwert in der Region „Saar-Lor-Lux“ (Saarland, Lothringen, Luxemburg): Im Umkreis einer Autostunde sind mehr als 5.000 Forscher in 500 Laboratorien tätig.
Wer einen Nebenjob sucht, wird in Saarbrücken meist schnell fündig. Vor allem im Dienstleistungssektor, im Bereich Gastronomie oder in der Produktionshilfe. Auffällig ist der steigende Bedarf an Nachhilfe, vermutlich als Auswirkung der verkürzten gymnasialen Schulzeit. Doch Achtung: In Saarbrücken enthält ein Stellenangebot oft den Zusatz: ‚französische Sprachkenntnisse erwünscht.’
Entspannter Wohnungsmarkt
Der Wohnungsmarkt ist überschaubar und nicht zu teuer. Wohnheimsplätze kann das Studentenwerk in der Regel spätestens nach ein bis zwei Semestern Wartezeit vermitteln. Und wer keinen der rund 1.400 Wohnheimsplätze ergattert, kann sein Glück auf dem privaten Wohnungsmarkt versuchen. Der Durchschnittspreis für ein Zimmer beträgt hier moderate 7,15 Euro Warmmiete pro Quadratmeter.




