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Köln

Kirche, Kölsch und Karneval

Die Stadt am Rhein gilt ebenso als Kunst- und Medienmetropole wie als Studentenhochburg: Mit zwölf staatlichen und privaten Hochschulen sowie rund 75.000 Studierenden ist Köln nämlich eine von Deutschlands größten Hochschulstädten.

Kölner Dom vom gegenüberliegenden Flussufer aus fotografiert. Der Himmel ist bewölkt.

Die Domstadt Köln bietet Studierenden nicht nur reichlich Kultur, sondern auch viele Grünflächen.

Foto: www.koelntourismus.de

Wer mit dem Studienstandort Köln liebäugelt, weiß zumeist, dass Köln besonders eines auszeichnet: Größe. Das gilt ganz wörtlich, quantitativ wie qualitativ. Man spürt es in 95 Meter Höhe, auf dem Wahrzeichen der Stadt, dem Dom (Gesamthöhe: 157,4 m), ebenso wie auf dem Fernsehturm Colonius oder auf dem Albertus-Magnus-Platz vor den Toren der Universität Köln. Mit etwa  44.000 Studierenden ist sie eine der größten Deutschlands.

Hochschulvielfalt

Aber in Köln gibt es noch neun weitere Hochschulen, staatliche und private, darunter beispielsweise die private Cologne Business School, ein eigenständiger Fachbereich der Europäischen Fachhochschule Rhein/Erft. Dazu kommen noch Standorte von privaten Hochschulen wie der Fachhochschule für Ökonomie & Management, der Hochschule Fresenius und der Macromedia Fachhochschule. Damit reicht das Angebot für Studierende von den klassischen Studiengängen bis hin zu einer in Deutschland einzigartigen Sportausbildung an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Die insgesamt rund 76.000 Studierenden schätzen aber auch das intensive Freizeitangebot und die Tatsache, dass sie fast alle Ziele im Stadtgebiet bequem mit dem Rad erreichen. Der riesige Campus der Alma Mater schreckt hier keinen mehr, ebenso wenig die hohen Lebenshaltungs- und Mietkosten. „Köln ist eine relativ teure Stadt“, warnt Frank Westphal, Berater im Hochschulteam der Bundesagentur für Arbeit. Rund elf Euro pro Quadratmeter Warmmiete sind keine Seltenheit. Der Großteil der Studierenden kommt dennoch privat unter. Und das Studentenwerk vermietet immerhin rund 4.600 Zimmer.

Trotz der hohen Kosten ist keine Studienstadt begehrter. Das sagen zumindest die Studierenden: „Köln ist einfach toll, die Menschen sind offen, der Karneval gut.“ Es stimmt schon, das Klischee: „Kirche und Kamelle“ sind entscheidende Eigenheiten Kölns.

Römische Spuren

Keine andere Stadt hat so viele Kirchen: Zwölf Stifts- und Klosterkirchen zählt der Innenstadtbereich. „Die Kultur- und Medienwirtschaft der Stadt ist neben dem Freizeitangebot ein Motiv für viele, herzukommen“, weiß Frank Westphal von der Agentur für Arbeit Köln. Colonia Agrippina, die Domstadt römischen Ursprungs, bietet ihren rund eine Million Einwohnern nämlich viel Grün, reichlich Kunst – Köln gilt neben Berlin als DER Standort für Galerien und Museen – und Kultur sowie eine intakte Wirtschaft.

Der Reiz der Stadt liegt auch in seiner zweitausendjährigen Geschichte. 1248 wurde der Grundstein des gotischen Doms gelegt (1880 war er vollendet!). 1388 gründeten Bürger die Universität. Römische Spuren finden sich noch heute überall im Stadtbild: etwa das Römische Nordtor, ein Steinbogen rechts vorm Dom-Hauptportal, der Römerturm in der Zeughausstraße oder eine römische Wasserleitung in der Drususgasse.

Köln ist aber auch ein großer Industriestandort. Hier sitzen global tätige Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche, der Maschinenbau- und Automobilindustrie ebenso wie verschiedene große Versicherungskonzerne, Rundfunk- und Fernsehanstalten. „Dazu gehören WDR, RTL, aber auch die Deutsche Welle“, erklärt Frank Westphal. Von den knapp 15.000 Studierenden an der philosophischen Fakultät der Uni Köln, so der Berufsberater, sei sicher die Hälfte mit dem Berufsziel Medien unterwegs. Manch einer jobbt als Komparse für Serien wie „Verbotene Liebe“.

Die Möglichkeiten für Nebenjobs sind also gut. „Unter den Kölner Betrieben ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass die Studentinnen und Studenten ein wertvolles Potenzial sind, das zu umwerben sich lohnt“, sagt Peter Welters, Chef der Kölner Arbeitsagentur.

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