Weltstadt mit Herz und Tradition
München zählt zu den beliebtesten Städten Deutschlands. Die Gründe dafür sind zahlreich: Die Nähe zu den Bergen, die wunderschönen Seen im Umland und eine lebendige Kunst- und Kulturszene. Und: Wer in München studieren möchte, kann zwischen vielen Hochschulen mit exzellentem Ruf wählen.
Der Marienplatz und das neue Rathaus gehören zu den Wahrzeichen Münchens.
Foto: Nagy/Presseamt München
„Ich habe mich für München als Studienort entschieden, weil es gute Freizeitmöglichkeiten, eine hohe Lebensqualität, ein sehr gutes Arbeitsangebot und ausgezeichnete Hochschulen gibt“, erklärt Sebastian Holm (31, Name geändert), der an der Hochschule München Wirtschaftsinformatik studiert: „Hier ist noch das traditionelle bayerische Brauchtum lebendig, aber gleichzeitig gibt es auch viele innovative Unternehmen.“ Von seinen Bewohnern wird München gerne auch als „großes Dorf“ bezeichnet. Schließlich vereint die Landeshauptstadt die Internationalität einer Großstadt mit der schlichten Gemütlichkeit eines bayerischen Dorfes. „München hat es an sich, dass sich Besucher und neu Zugezogene schnell heimisch fühlen: Dafür sorgen seine Weltoffenheit und Toleranz sowie das besondere Lebensgefühl – gefördert von Faktoren wie zum Beispiel der Biergartenkultur oder dem Flair der Kunststadt“, schwärmt Oberbürgermeister Christian Ude.
Großes Studienangebot
Die bayerische Landeshauptstadt kann auf eine lange Hochschultradition zurückblicken, aus der viele berühmte Wissenschaftler hervorgegangen sind, etwa der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg oder der weltberühmte Soziologe Max Weber. München bietet den insgesamt rund 91.000 Studierenden ein vielfältiges Angebot an neun staatliche Hochschulen (Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Universität der Bundeswehr, Hochschule München, Hochschule für Politik, Akademie der bildenden Künste, Hochschule für Fernsehen und Film, Hochschule für Musik und Theater, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege), zwei kirchliche Hochschulen (Hochschule für Philosophie, Katholische Stiftungsfachhochschule) sowie drei private Hochschulen mit Hauptsitz in München (Munich Business School, Macromedia Hochschule für Kommunikation und Medien, und Hochschule für angewandte Sprachen/SDI).
Die örtliche Agentur für Arbeit bietet Studierenden Beratung: „Unser Hochschulteam kümmert sich während des Studiums um die Belange der Studierenden. Außerdem erstellen wir jährlich zwei Hochschulprogramme, in denen Vorträge und Workshops angeboten werden“, erklärt Pressesprecherin Daniela Meier.
Vielfältige Jobchancen
Als bedeutender Wirtschafts- und Medienstandort bietet München auch in puncto Jobs unendliche Möglichkeiten. „Ich arbeite seit zwei Jahren als Wissenschaftliche Hilfskraft an der TU München“, berichtet Wirtschaftsstudent Dominic Wiedemann (22): „Ich habe noch nie gehört, dass jemand hier keinen Job gefunden hat. Das Angebot ist groß: Vom Barkeeper über den Messehelfer und Designer bis hin zum Programmierer ist in meinem Freundeskreis alles vertreten.“ Ein wichtiger Arbeitgeber für Werkstudenten und Praktikanten ist etwa die Siemens AG, wie Michael Friedrich von der Siemens-Pressestelle berichtet: „Um Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen, haben wir zahlreiche Förderprogramme und halten engen Kontakt zu den Universitäten.“ Daneben haben sechs weitere Dax-Unternehmen ihren Standort in der Stadt, zum Beispiel BMW, Infineon oder die Allianz. Auch Medienunternehmen wie ProSiebenSat.1, die Süddeutsche Zeitung und zahlreiche Verlage wie etwa Langenscheidt sind in München ansässig.
Beliebtheit hat ihren Preis
München ist nicht nur eine der beliebtesten Städte Deutschlands, sondern belegt auch bei den Mieten und Lebenshaltungskosten einen Spitzenplatz. Das kann gerade für Studierende schwierig werden, deren Budget oft knapp ist. „Ohne einen Nebenjob wäre es für mich und viele andere kaum möglich, in München zu leben“, sagt Sebastian Holm. Kein Wunder, dass viele Studierende in einem der Wohnheime des Studentenwerks München unterkommen möchten. Die Nachfrage ist groß, die Wartelisten dementsprechend lang: Daher bietet das Studentenwerk einmal im Jahr allen Erstsemestern die Chance, an der Verlosung von Wohnheimplätzen teilzunehmen. Aufgrund der doppelten Abi-Jahrgänge findet die Verlosung im Jahr 2011 zwei Mal statt, das nächste Mal am 17. September. „Der Münchner Wohnungsmarkt ist weiterhin sehr angespannt. Der viel befürchtete Ansturm wegen der doppelten Abi-Jahrgänge ist jedoch bisher ausgeblieben“, zieht Ingo Wachendorfer vom Studentenwerk München die vorläufige Bilanz. Wer keinen Platz in einem der 35 Wohnheime in und um München ergattert, kann sich auch an die Privatzimmervermittlung des Studentenwerks wenden. Hier finden Studierende jährlich zirka 2.000 zusätzliche bezahlbare Wohnungen.
Der Hochschulstandort München
Einwohner: rund 1,4 Millionen
Studierende: rund 91.000
Hochschulen: neun staatliche Hochschulen (Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Universität der Bundeswehr, Hochschule München, Hochschule für Politik, Akademie der bildenden Künste, Hochschule für Fernsehen und Film, Hochschule für Musik und Theater, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege), zwei kirchliche Hochschulen (Hochschule für Philosophie, Katholische Stiftungsfachhochschule) sowie drei private Hochschulen mit Hauptsitz in München (Munich Business School, Macromedia Hochschule für Kommunikation und Medien, und Hochschule für angewandte Sprachen/SDI München)
Studiengebühren: Je nach Hochschule bis zu 500 Euro pro Semester. An privaten Hochschulen können höhere Gebühren anfallen.
Miete: von 160 bis 330 Euro in einer der 35 Wohnanlagen des Studentenwerks in München und Umgebung mit insgesamt rund 10.000 Plätzen. Je nach Wohnheim betragen die Wartezeiten zwischen einem und vier Semestern. Bei privater Vermietung liegt die Kaltmiete zwischen 9 und 15 Euro pro Quadratmeter.
Mensapreise: Zwischen 1,00 und 2,40 Euro pro Gericht, jede Beilage kostet extra. Darüber hinaus gibt es verschiedene Bio-Aktionsgerichte, die zwischen 1,55 und 4,50 Euro kosten.




