Studieren am grünen Hügel
Bayreuth ist die größte Stadt Oberfrankens. Die dortige Universität wurde 1975 gegründet und gehört damit zu den jüngsten Deutschlands. Seit 2000 gibt es in der Festspielstadt auch eine Hochschule für evangelische Kirchenmusik.
Der Hochschulstandort Bayreuth
Einwohner: knapp 73.000
Studierende: etwa 10.000
Hochschulen: Universität Bayreuth, Hochschule für evang. Kirchenmusik
Studiengebühren: an der Uni 300 Euro im ersten Semester, danach jeweils 500 Euro. An der HfK derzeit nur Verwaltungsgebühren in Höhe von 25 Euro pro Semester.
Mieten:
Wohnheime des Studentenwerks: zwischen 105 und 195 Euro.
HFK-Wohnheim: Zwischen 92 und 129 Euro
Privat ca. 6,30 Euro/Quadratmeter (warm)
Weltberühmt wurde Bayreuth durch die Wagner-Festspiele im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel, die seit 1876 jährlich stattfinden. Richard Wagner, Franz Liszt und Jean Paul waren für die Stadt prägend, ebenso wie lange vor ihnen Markgräfin Wilhelmine mit ihren Träumen von einem ‚Bayreuth ohne Gleichen’. Gartenkünstler und Architekten brachten für sie ab 1732 das Rokoko nach Oberfranken, bauten Neues Schloss, Eremitage und Opernhaus. Fontänen, Grotten und Arkaden in den Parks ergänzen schlichte Bürgerhäuser und Verwaltungsbauten neueren Datums.
Heute ist Bayreuth eine moderne Wirtschafts-, Kongress- und Universitätsstadt auf dem Weg zum High-Tech-Zentrum. „Im Bereich der Schlüsseltechnologie ‚Neue Werkstoffe’ wurde mit der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und dem Kompetenzzentrum Neue Materialien eine lückenlose Innovationskette von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Nutzung geschaffen“, erklärt Günter Finzel, Leiter der Wirtschafts- und Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth. „Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt in Bayreuth ist der Gesundheits- und Wellness-Sektor.“
Dank dieses Umfelds haben die Studierenden viele Möglichkeiten, wo sie ihre in den Studienverlauf integrierten Praktika leisten, Bachelorarbeiten schreiben oder jobben können. Unterstützt werden sie dabei vom Career-Service, einer Kooperation zwischen Universität und Agentur für Arbeit, die berufsbezogene Informationsveranstaltungen bietet und so den Studierenden ihren Berufseinstieg erleichtern will.
Wohnen und Verpflegung
Ein schönes Zimmer zu finden, ist für Studienanfänger in Bayreuth keine allzu große Herausforderung. Zur ersten Orientierung kommt man für ein paar Tage in der Jugendherberge in der Universitätsstraße unter. „Ob ein modernes Studentenwohnheim in Campusnähe, eine WG in der Innenstadt oder ein Bauernhaus in der Umgebung – finden und bezahlen lässt sich alles. Und per Fahrrad oder Bus, mit dem Studentenausweis als Fahrkarte, auch leicht erreichen“, erklärt Monika Zenkel, die für die Verwaltung der sieben vom Studentenwerk Oberfranken in Bayreuth unterhaltenen Wohnheime zuständig ist. Unterlagen können per Formular auf der Homepage angefordert werden. Online und auf einem Aushang im Foyer bietet das Studentenwerk auch Privatzimmer für Studierende an, die lieber allein wohnen. Anschläge an den Schwarzen Brettern in der Uni und der Anzeigenteil des „Nordbayerischen Kuriers“ helfen ebenfalls weiter.
Genauso schnell wie die Studentenwohnheime ist die Mensa zu erreichen. „Zwischen Sprachenzentrum und Zentralbibliothek gelegen, ist sie hell, freundlich und eine gute Alternative zum selber Kochen“, meint Monika Zenkel. „Es gibt mehrere Hauptgerichte (darunter ein Vegetarisches), diverse Beilagen, eine Salatbar, eine Pastatheke und täglich paniertes Schnitzel und Currywurst. Ab Mittag wird bis 20 Uhr durchgehend warmes Essen angeboten.“




