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Trinationales Studienprogramm Mainz-Dijon-Quebec

Kultur hoch drei

Im Rahmen eines trinationalen Studienprogramms studiert Erik Schneider (23) im siebten Semester Französisch und Geschichte an der Uni Mainz. Seine jeweils zweisemestrigen Auslandsaufenthalte an der Université de Bourgogne in Dijon und an der Université de Sherbrooke in Quebec, Kanada, haben ihm viel gebracht.

Auf dem Foto ist ein, in drei Teile gebrochenes Baguette abgebildet, in dem die französische Flagge steckt.

Die Erwartungen, die Erik Schneider an den trinationalen Studiengang hatte, haben sich erfüllt.

Foto: mochitos

„Schon während meiner Schulzeit habe ich mich für Frankreich begeistert. Ich habe an einem Schüleraustausch teilgenommen und den Kontakt gehalten. In der Oberstufe hatte ich zwei Jahre einen Französisch-Leistungskurs“, erzählt Erik Schneider.

Für das trinationale Studium hat er sich entschieden, weil er damit die Möglichkeit hatte, neben Frankreich noch ein weiteres Land außerhalb Europas kennenzulernen. „Dabei ist es mir wichtig gewesen, dass es sich um ein etabliertes Programm handelt, bei der sich die internationale Kooperation der beteiligten Universitäten bereits bewährt hat.“ Das integrierte Studienprogramm an der Uni Mainz gibt es seit fast 20 Jahren. Seit 2001 wird es von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert, die auch Stipendien für die Studierenden bereitstellt. Neben den trinationalen Angeboten gibt es auch ein binationales, das sich auf Mainz und Dijon beschränkt. Bei der Fächerwahl gibt es verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, vor allem im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Um zum Studium zugelassen zu werden, musste Erik Schneider nicht nur ein Motivationsschreiben vorlegen, sondern auch einen Sprachtest an einem „Institut Français bestehen. Im sogenannten DALF-Diplom war mindestens das Niveau C1 gefordert, was sehr guten Sprachkenntnissen entspricht. Ob ein Bewerber endgültig in das integrierte Studienprogramm aufgenommen wird, entscheidet sich im ersten Studienjahr.

Gut für die persönliche Entwicklung

Auf dem Bild ist Erik Schneider zu sehen.

Erik Schneider.

Foto: Privat

Die Erwartungen, die Erik Schneider an den trinationalen Studiengang hatte, haben

sich erfüllt: „Es ist unglaublich bereichernd, drei unterschiedliche Universitätssysteme kennenzulernen. Zudem hilft es einem selbst, sich persönlich weiterzuentwickeln, wenn man andere Kulturen und Länder kennenlernen kann und dabei die unterschiedlichsten Menschen trifft“, erzählt er begeistert. Er räumt jedoch ein, dass es natürlich auch anstrengend sei, sich in einem fremden Land etwa eine Wohnung besorgen zu müssen.

Und an die Anforderungen der Partnerhochschulen musste er sich auch erst gewöhnen. „Während es in meinen Fächern in Deutschland zum Beispiel üblich ist,

im Seminar ein Referat oder eine Hausarbeit als Leistungsnachweis zu erstellen, habe ich in Frankreich einen kleinen Vortrag gehalten und am Ende des Semesters eine vierstündige ‚Dissertation Français’, eine Art Erörterung, geschrieben“, berichtet er. Insgesamt fühlte sich Erik Schneider aber gut betreut: „Man ist nicht allein. Zum einen bin ich in einer Gruppe von zwanzig Studierenden, die ich bereits an der Uni Mainz kennengelernt hatte, nach Dijon gegangen. Zum anderen gibt es an jeder Hochschule ein Büro, das die Teilnehmer des Programms betreut.“

Auch für den finanziellen Aufwand gab es Entlastung. Als er in Dijon war, bekam er neben der Mobilitätsbeihilfe der Deutsch-Französischen Hochschule Wohngeld in Höhe von 80 Euro vom französischen Staat sowie das Erasmus-Stipendium von umgerechnet 170 Euro pro Monat.

Deutsch-französisches Doppeldiplom

Erik Schneider gehört zum letzten Jahrgang, der noch einen Magisterabschluss neben dem französischen Bachelor erhält. Inzwischen wird auch an der Uni Mainz der Bachelor studiert. Was er nach dem Studium machen möchte, hat er noch nicht endgültig entschieden. Erik Schneider könnte beispielsweise im Bereich internationaler Kulturaustausch arbeiten.

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