Berufsziel Journalismus!?
Ines Küster (18) aus Rinteln in der Nähe von Hannover ist zunächst über eine Freundin, später über einen Zeitungsartikel auf die Sommeruni Rinteln aufmerksam geworden. 2010 hat sie teilgenommen und berichtet nun für abi>>, was sie dort alles erlebt hat und was es ihr gebracht hat.
Die Teilnahme an einer Sommeruni hat viele Vorteile. Unter anderem kannst du herausfinden, ob dein Lieblingsschulfach auch dein Lieblingsstudienfach sein könnte.
Foto: Frank Pieth
Steckbrief
Name: Ines Küster
Alter: 18
Abitur: 2011
Leistungskurse: Deutsch, Englisch, Politik
Macht gerade: Abitur
Und später? Politik und Medienwissenschaften studieren
Wenn ich schon Abitur mache, dann will ich auch studieren. Aber was und wie und wo? Davon hatte ich zunächst keine Ahnung! Im Internet gibt es auf den Webseiten der Hochschulen eine Menge Informationen. Aber wenn ich ehrlich bin, ob das, was sich gut anhört, auch das richtige für mich ist, wusste ich dann immer noch nicht. Glücklicherweise habe ich von der Sommeruni in Rinteln gehört, die von der Volkshochschule Rinteln jedes Jahr in den Sommerferien veranstaltet wird. Eine Freundin hatte mir schon im letzten Jahr davon erzählt und als es dann noch mal in der Zeitung stand, habe ich mich entschlossen, einfach mal teilzunehmen, kann ja nicht schaden. Und das hat es auch nicht, ganz im Gegenteil. Nach der Anmeldung auf der Webseite der Volkshochschule Schaumburg konnte ich mir schon vorab einen Überblick über die Vorlesungen verschaffen.
Die Seminare von Montag bis Freitag dauerten von 9 bis 15 Uhr. Die Themen reichten von „Die ägyptischen Pyramiden: Gestalt und Funktion einer altägyptischen Gradform“ über „Mein Kleid ist ein Computer – Tragbare Technologien“ bis zu „Jura studieren“. Außerdem gab es allgemeine Infoveranstaltungen zu Themen rund ums Studieren. Ich wusste, dass mein Berufsziel der Journalismus ist und dass mich Politik interessiert. Entsprechend wählte ich auch meine Seminare.
Beim Seminar „Was ist Politik?“ war alles so, als wären wir wirklich gerade Studenten. Wir bekamen Texte über politische Theorien, erarbeiteten diese, um die Inhalte schließlich in einer Gruppendiskussion nochmals zu vertiefen. Am Ende des Tages konnte ich für mich feststellen, dass Politikwissenschaften vielleicht wirklich das richtige Fach für mich ist. Die Veranstaltung „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ war ebenfalls sehr aufschlussreich. Wir konnten selbst Pressemitteilungen verfassen und planten gemeinsam eine Pressekonferenz. Auch dabei merkte ich: Das liegt mir, das will ich später mal machen. Außerdem versuchte ich mich an den „Grundlagen der Sprechstimmbildung“, falls ich mal beim Radio arbeite. Das Seminar war eine echte Herausforderung, denn da hieß es ebenfalls: Nicht zugucken, sondern selber machen. Ganz anders war das beim Seminar „Interkulturelle Pädagogik“. Der Dozent erzählte und erzählte und erzählte. Das Thema hörte sich zwar anfangs sehr interessant an, aber ich war mir sicher: Studieren will ich das nicht.
Nicht nur Theorie
Doch natürlich ging es nicht nur ums Studieren. Es waren ja schließlich Sommerferien und so kam das Freizeitangebot auch nicht zu kurz. Von Sportangeboten über Kulturveranstaltungen bis hin zu Disko und Kino waren eine Menge interessanter Dinge dabei. Und wenn sich über 300 junge Leute treffen, dann kommt sowieso keine Langeweile auf. Übernachtet wurde im sogenannten „Campus-Hotel“, also in den Klassenräumen einer Rintelner Schule. Mit 20 Leuten in einem Raum kann man von Privatsphäre nicht mehr reden. Aber es ist auch sehr interessant zu hören, was die anderen so nach dem Abi planen. Für die Verpflegung wurde vor Ort durch einen Catering-Service gesorgt. Der „Campus“ lag direkt in der Innenstadt.
Insgesamt kann ich definitiv sagen: Die Sommeruni lohnt sich für alle, die sich nicht nur theoretisch informieren möchten, sondern einfach mal was ausprobieren wollen! Die angebotenen Veranstaltungen sind so vielfältig, dass wirklich für jeden was dabei ist. Und das Vergnügen kommt auch nicht zu kurz.
Mehr Infos
Sommeruni Rinteln





