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England

Von der Mittelstufe zum Uni-Niveau

Acht Wochen war Marcel Opitz (20) aus Erkelenz bei Mönchengladbach in Bristol, England und hat einen Sprachkurs belegt. Für abi>> erzählt er, was er alles erlebt hat.

Marcel Opitz mit zwei seiner Freunde in Bristol. Er steht ganz links, hat blonde kurze Haare und trägt einen blauen Pullover, eine blaue Jacke und einen beigen Schal. Daneben stehen seine beiden Freunde, beide dunkelhaarig und dunkel gekleidet.

Marcel Opitz (links im Bild) hat über mehrere Wochen einen Sprachkurs in Bristol besucht. Dabei hat er eine Menge über die Sprache gelernt - und neue Freunde gefunden.

Foto: privat

 

Steckbrief

Name: Marcel Opitz

Alter: 20

Abitur: 2010

Leistungskurse: Deutsch und Mathematik

Macht gerade: Orientierungsphase: Ich schnuppere mit Praktika hier und da rein und schaue mir Studiengänge an der Uni an.

Und später: Studieren. Was genau weiß ich aber noch nicht.

 

Nach meinem Abitur im Sommer 2010 habe ich als einer der letzten meinen Zivildienst geleistet. Ich will auf jeden Fall studieren, lasse mir mit dem Studienbeginn aber noch bis zum Wintersemester 2011 Zeit, da ich noch nicht genau weiß, in welche Richtung es gehen soll. Ich kann mir verschiedene Fächer vorstellen, will aber die richtige Entscheidung treffen. Deshalb mache ich bis dahin einige Praktika und finde heraus, was mir Spaß macht. Mir fiel aber auf, dass, egal was man studieren oder in welchem Berufszweig man später landen möchte, eines feststeht: Englisch MUSS in Wort und Schrift flüssig sein! Also habe ich mir überlegt, eine Sprachreise zu machen. Ich begann im Internet nach Sprachschulen zu recherchieren und stieß auf den Anbieter EF Sprachreisen. Das Angebot für einen Sprachkurs in Bristol (acht Wochen Unterricht und die Unterbringung in einer Gastfamilie für etwa 2.700 Euro) überzeugte mich und ich entschloss mich, es zu wagen. Im Nachhinein muss ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Gastfamilie und Unterricht

Ich entschied mich meine acht Wochen Aufenthalt in einer Gastfamilie zu verbringen, um zum einen die britische Kultur besser kennenzulernen und zum anderen möglichst oft mit Einheimischen reden zu können. Die Familie, ein älteres Ehepaar, war wirklich sehr nett und sie hatten sogar noch einen zweiten Sprachschüler aus Russland aufgenommen, mit dem ich mich gut verstand.

Zu Beginn des Sprachkurses musste ich einen Einstufungstest machen. Ich habe ganz gut abgeschnitten und bin in der „Mittelstufe“ gelandet – jedoch habe ich mich im Laufe des Unterrichts bis zum „Uni-Niveau“ hochgearbeitet. Der Hauptkurs, den ich die ersten vier Wochen lang besuchte, fand im täglichen Wechsel jeweils vormittags oder nachmittags mit vier Unterrichtsstunden statt, sodass mir ausreichend Freizeit blieb. Ich war aber bei Weitem nicht ausgelastet und so entschied ich mich, noch den Intensivkurs zu belegen, der gezielt auf den IELTS-Test* vorbereitet und mir vier zusätzliche Stunden pro Woche brachte.

Der Unterricht in der Schule war ziemlich abwechslungsreich: Es gab klassische Unterrichtseinheiten in Klassenräumen, bei denen wir mit Lehrbüchern arbeiteten und auch Grammatikübungen machten, aber auch sogenannte „Communication lessons“, in denen alle auf Sofas zusammensaßen und miteinander redeten. Außerdem gab es einige „i-lab lessons“ pro Woche, das sind Unterrichtsstunden in Computerräumen, an denen man freiwillig teilnehmen konnte. Man konnte dort selbstständig mithilfe von PC-Programmen seine Lese-, Hör-, Sprech- und Schreibkompetenzen verbessern. Außerdem konnte ich bei meinen Lehrern jederzeit Essays abgeben, die sie mir immer korrigierten. Ich lernte schnell, vor allem Vokabeln, die ich bei Unterhaltungen mit meinen Freunden außerhalb des Unterrichts gleich einsetzen konnte.

Nicht nur im Unterricht aktiv

Nach Schulschluss habe ich außerdem am Programm des „activity-teams“ teilgenommen. Von Kino- und Discoabenden, über Billard spielen bis hin zu Tagesausflügen zu sehenswerten Städten wie London, Oxford und Cambridge, war einiges geboten. Vor allem bei diesen Aktivitäten kam man gut mit anderen Sprachschülern ins Gespräch und konnte auch Freundschaften schließen. Zu meinen besten Freunden, mit denen ich auch jetzt noch Kontakt habe, zählen zwei Jungs aus Chile und Israel, die ich während meines Aufenthalts in Bristol kennenlernte. Ich konnte meinen Horizont also nicht nur bezüglich der englischen Kultur erweitern.

Ich war äußerst zufrieden mit meiner Sprachreise und wünschte, ich hätte EF schon während meiner Schulzeit entdeckt, da die Lernerfolge nicht mit denen in der Schule zu vergleichen sind. Neben meinen verbesserten Sprachkenntnissen habe ich meinen Horizont gegenüber anderen Kulturen – nicht nur der englischen – erweitert  und neue Freundschaften geschlossen.

*IELTS-Test (steht für International English Language Testing System) ist ein Sprachtest, der beispielsweise für Auslandssemester in englischsprachigen Ländern abgelegt werden muss. Getestet wird das Hör- und Leseverständnis sowie Schreib- und Sprechfähigkeiten.

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