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FSJ Kultur

Veranstaltungen organisieren und Künstler betreuen

Konzerte organisieren, Flyer gestalten und Künstler betreuen: Das war der Alltag von Maximilian Westphal (22) aus Taufkirchen bei Erding, der 2010 ein Jahr lang im Rahmen eines FSJ Kultur im Erlanger Kulturzentrum E-Werk gearbeitet hat.

Auf dem Foto ist ein Mischpult zu sehen.

Das E-Werk: beliebter Laden bei Künstlern und Jugend.

Foto: WillmyCC Studios

Steckbrief

Name: Maximilian Westphal

Alter: 22 Jahre

Leistungskurse: Kunst und Musik

Macht gerade: Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in München

Eher zufällig hat Maximilian Westphal das Angebot für das FSJ Kultur im Internet gefunden. „Ich war auf der Suche nach einer Stelle für den Zivildienst, als ich auf das FSJ im Bereich Kultur aufmerksam geworden bin“, erklärt er. Er hat sich zur Bewerbung beim bayerischen Träger BAG Spielmobile, dem Träger des FSJ Kultur in Bayern, entschlossen, seine favorisierten Einsatzstellen angegeben und wurde kurze Zeit später zum Vorstellungsgespräch ins Erlanger E-Werk eingeladen. „Die Leute im E-Werk waren mir sofort sympathisch und da ich schon zuvor von zuhause ausgezogen war, hatte ich auch kein Problem damit, etwas weiter weg zu gehen.“

Maximilian Westphal hat Locken und trägt eine Brille.

Maximilian Westphal

Foto: privat

Seine Aufgaben während des FSJ fasst der 22-Jährige so zusammen: „Ich habe mitgeholfen Veranstaltungen und Konzerte zu organisieren, Flyer gestaltet und ab und zu auch die Künstler betreut.“ Sein Arbeitstag begann um etwa zehn Uhr vormittags und endete gegen 17 Uhr. „Wenn ich Veranstaltungen betreut habe, wurde es aber manchmal auch deutlich später“, erzählt der 22-Jährige, der bei Konzerten von Ólafur Arnalds, Wir sind Helden, Clueso oder …Trail of Dead im Einsatz war. Gerade das Zusammensitzen mit den Kollegen nach getaner Arbeit habe ihm dabei besonders gefallen. Finanziell hat auch alles ganz gut geklappt: Von den 280 Euro Taschengeld konnte der 22-Jährige, der mittlerweile in München Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften studiert, zwar nicht leben, zusammen mit Kindergeld, Wohngeld und einem Nebenjob in einem Erlanger Kino kam er aber ganz gut über die Runden. Zudem hat er relativ günstig in verschiedenen Wohngemeinschaften gelebt.

Ein eigenes Projekt

Über das Jahr verteilt nahm Maximilian Westphal an insgesamt 28 Tagen an Seminaren und Bildungstagen teil. Während dieser Veranstaltungen lernte er andere FSJler kennen und belegte Workshops aus den Bereichen Musik, Theater, Kunst und Film. Zudem gab es Hilfestellung bei der Erstellung von Bewerbungsmappen für ein späteres Studium und Uni-Besichtigungen. „Jeder FSJler muss während seiner Einsatzzeit ein eigenes Projekt auf die Beine stellen“, erklärt er. „Die Idee entwickelt man während der Workshops und bekommt von den Betreuern Hilfe bei der Planung. Umsetzen muss man es dann allein.“ Der 22-Jährige hat einen Konzertabend mit lokalen und überregionalen Bands organisiert, bei dem auch befreundete DJs auflegten, und damit eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die auch heute noch existiert. „Ich wollte etwas machen, was es in dieser Form im E-Werk noch nicht gab.“

„Ich habe in dem Jahr festgestellt, dass das ein Bereich ist, der mir total viel Spaß macht“, sagt Maximilian Westphal, der sich in München mit Freunden zusammengetan und den Verein „innen.außen.raum e.V.“ gegründet hat, der Konzertabende an ungewöhnlichen Orten organisiert. „Aber beruflich möchte ich doch lieber etwas anderes machen. Ich habe ein bisschen Angst davor, dass mir Konzerte irgendwann zu normal werden.“

 

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