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Uni, FH und mehr

Sobald man sich über sein Studienfach im Klaren ist, gilt es, die nächste Entscheidung zu treffen: an welcher Hochschule soll das Studium begonnen werden?

Welche Kriterien dabei relevant sind, ist natürlich deine Entscheidung. Hier ein paar Beispiele: Örtliche Präferenzen (zum Beispiel in der Nähe der Familie oder von Freunden), Auswahl nach Größe oder Ruf einer Hochschule (vergleiche dazu Rankings), Gespräche mit Studierenden oder der Studienberatung. Natürlich spielt auch die Art der Hochschule eine wichtige Rolle.

Unterschiede zwischen den Hochschularten

So viel vorweg: Im Zuge der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge mit dem Bologna-Prozess werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Hochschularten zunehmend geringer. An vielen Fachhochschulen wird heute ähnlich tiefgehend geforscht wie an Universitäten. Der Unterschied liegt meist im Anwendungsbezug der Forschung; nicht zuletzt deswegen spricht man in vielen Fällen nicht mehr von Fachhochschulen sondern von Hochschulen für „Applied Sciences“.

Bei einigen Fächern, zum Beispiel Jura, ist die Auswahl von vornherein auf Universitäten und wenige private Hochschulen beschränkt. Technische Fächer hingegen werden so gut wie immer sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen angeboten.

Welche Hochschularten gibt es?

Universitäten

  • haben den Auftrag, Grundlagen zu erforschen und die Erkenntnisse weiterzuvermitteln
  • das Studium ist eher theoretisch ausgelegt
  • die Studierenden sollen wissenschaftliche Urteilsfähigkeit entwickeltn und tief in fachliche Inhalte einsteigen
  • mit der Abschlussarbeit beweisen die Studierenden, dass sie selbst ein Thema erforschen und wissenschaftlich darstellen können
  • Studium und Berufseinstieg müssen selbstständig gestaltet werden

Fachhochschulen (FH)

  • hoher Praxisbezug durch Projekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen
  • Praktika
  • straffer Stundenplan
  • eher verschultes Studium
  • begrenztes Studienangebot auf bestimmte Fachgebiete wie Wirtschaft, Technik oder Medien
  • nennen sich Hochschulen, oft in Verbindung mit dem Zusatz "Applied Sciences"

Duale Hochschule Baden-Württemberg

  • sehr enger Praxisbezug
  • man muss sich zuerst bei einem dualen Partner (Unternehmen, soziale Einrichtung) bewerben und mit diesem einen Ausbildungsvertrag abschließen
  • Praxis- und Theorieelemente wechseln sich ab
  • Studierende erhalten eine monatliche Vergütung
  • Absolventen können etwa im Ausbildungsunternehmen einsteigen oder sich für einen Masterstudiengang (auch an einer anderen Hochschule) bewerben

Kunst-/Musikhochschulen

  • Konzentration auf ein Fach und einen Meister, dessen Einzelunterricht die eigene Entwicklung prägt
  • entscheidend ist Begabung im Hauptfach, wer herausragend ist, kann auch mit einem Hauptschulabschluss studieren
  • Zulassung zum Studium erfolgt über eine Eignungsprüfung oder die Mappensichtung

Kirchliche Hochschulen

  • Studienschwerpunkte Theologie, Philosophie, Alte Sprachen und Pädagogik
  • christliche Überzeugung sollte mitgebracht werden
  • intensive Betreuung

Pädagogische Hochschulen

  • Lehramtsstudiengänge für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschule
  • nur noch in Baden-Württemberg

Private Hochschulen

  • intensive Betreuung, gute Ausstattung, gute Kontakte in die Wirtschaft
  • hohe Studiengebühren (zwischen 4.000 und 9.000 Euro im Jahr)
  • es gibt auch Stipendien

 

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