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Studien- und Berufswahl im Internet

Berufe vergleichen

Julian Gethmann (23) studiert am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im siebten Semester Physik. Bei der Suche nach einem passenden Beruf hat er auch Selbstinformationsmedien im Internet genutzt.

Experiment mit künstlich erzeugten Blitzen auf der langen Nacht der Wissenschaften.

Physik: Ein spannendes Studienfeld

Foto: WillmyCC

Für den 23-jährigen Rheinländer war es wichtig, sich früh mit den eigenen Berufswünschen auseinanderzusetzen. „Mein Einstieg in die Berufsorientierung war das grüne Büchlein ,Studien- und Berufswahl’, das ich in der Schule erhalten habe. Es gibt einen guten Überblick über Studien- und Berufsmöglichkeiten“, erzählt Julian Gethmann, der für seine Recherchen aber auch das Internet als Informationsquelle herangezogen hat. „Weil mich unter anderem Medienberufe wie Mediengestalter oder Webdesigner interessiert haben, habe ich mir die Beschreibungen zu diesen Berufen im BERUFENET durchgelesen“, erzählt er. „Gut fand ich, dass dort die Tätigkeiten anschaulich beschrieben werden. Man kann vergleichen, wie der Alltag in den verschiedenen Berufen aussieht.“ Auf den ersten Blick wirkte die Medienwelt zwar schillernd und interessant, doch überzeugt haben ihn die beruflichen Möglichkeiten letztlich nicht.

Weil Julian Gethmann allerdings immer schon Spaß am Schulfach Physik hatte, hat er angefangen, den Studiengang genauer in den Blick zu nehmen. In der zwölften Klasse nahm er an einem Infotag an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf teil, um sich konkreter über die Berufsmöglichkeiten von Physikern zu informieren. „Was ein Arzt macht, konnte ich mir gut vorstellen, was ein Physiker macht weniger. Ihren Berufsalltag habe ich noch nie erlebt.“ Beim Infotag hatte Julian Gethmann Gelegenheit, einmal in die Uni-Labore zu schauen, mitzubekommen, welche Experimente Physiker machen und selbst einen kleinen Versuch zu starten und auszuwerten.

Um zu erfahren, welche Hochschulen den Studiengang Physik anbieten, hat der 23-Jährige die Suche bei studienwahl.de genutzt. „Ich habe die große Auswahl dann auf die Städte eingegrenzt, die für mich als Studienorte in Frage kamen“, erklärt er. Auf den Websites der Hochschulen hat er sich dann genauer über Zulassungsvoraussetzungen und Studienabläufe informiert. Den Ausschlag für Karlsruhe hat die Tatsache gegeben, dass er am KIT direkt nach seinem Zivildienst im Sommersemester anfangen konnte.

Selbst Infos bereitstellen

„Das Physikstudium bietet eine breite Basis, von der ausgehend man immer sehr tief in die Materie einsteigen kann“, findet der Student. Viele Informationen hat er auch auf der Internetseite der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gefunden. In der DPG sind unter anderem Physiker aus Wissenschaft und Industrie, Studierende und Lehrkräfte zusammengeschlossen. Der Onlineauftritt der Gesellschaft liefert etwa Infos zum Physikstudium und bietet Fachkräften die Möglichkeit, ihr Bewerberprofil in eine Bewerberliste einzustellen. „Auch auf diese Weise bekommt man einen Eindruck davon, was von einem Physiker im Beruf erwartete wird“, findet Julian Gethmann. Der angehende Diplom-Physiker, der sich auch in der Fachschaft engagiert, trägt aktuell selbst mit dazu bei, dass sich Studieninteressierte künftig besser über das Fach informieren können. Er schreibt an einem Studienführer für Physik mit, der nach Fertigstellung im Netz veröffentlicht werden soll. „Alle Fachschaften bundesweit wollen etwas beisteuern, damit Studieninteressierte sich informieren können.“

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