Ab an die Hochschule
Rund 63.500 Bildungsinländer, also Studierende mit ausländischem Pass und deutschem Abitur, studierten 2010 an deutschen Hochschulen. Dies geht aus dem ersten "Datenreport Bildungsinländer" des DAAD hervor.
Mehr Bildungsinländer an deutschen Hochschulen – diese Zahl geht einher mit dem steigenden Anteil ausländischer Schulabgänger mit Hochschulreife: Im Jahr 2009 waren es 13 Prozent. Aus dem „Datenreport Bildungsinländer“ geht außerdem hervor, dass Abiturienten mit ausländischem Pass deutlich häufiger ein Studium aufnehmen oder dies sicher planen als ihre deutschen Altersgenossen (84 zu 72 Prozent der Studienberechtigten des Jahres 2008).
Insgesamt hat ein Viertel aller Bildungsinländer türkische Wurzeln. Viele weitere Abiturienten kommen aus Kroatien, Italien, Griechenland, Russland, Polen, Ukraine, Bosnien-Herzegowina, China, Österreich und Vietnam. Häufig entscheiden sich Bildungsinländer für ein Studium an einer Fachhochschule. Die beliebtesten Studienfächer sind Informatik und die Ingenieurwissenschaften. Auffällig ist ihre geringe Zahl in den Lehramtsstudiengängen. In den Jahren 2002 bis 2005 haben 59 Prozent der Bildungsinländer ihr Studium erfolgreich beendet. Damit liegen sie hinter den deutschen Studierenden, von denen etwa drei Viertel die Hochschule mit Abschluss verließ.
Die Ergebnisse stammen aus dem ersten „Datenreport Bildungsinländer“, der vom HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erarbeitet wurde.
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Deutscher Akademischer AUstauschdienst (DAAD)




