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Schülerleben live

Nach dem Abi ...

… ist (fast) wie vor dem Abi, habe ich nun festgestellt. Ich hatte eigentlich gedacht, sobald alle schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben sind, wird es viel entspannter in der Schule. Doch dem ist leider nicht so.
In der Woche nach dem Mathe-Abitur musste ich beinahe direkt weiterlernen auf eine Physik-Klausur. Die Vorbereitung darauf stellte sich fast als schwieriger als die Abiturvorbereitung heraus, weil niemand die Themen im Physikunterricht verstanden hatte. Irgendwie habe ich den Stoff doch noch in meinen Kopf bekommen, unter anderem mithilfe vieler Erklär-Videos auf YouTube.
Außerdem sprechen die meisten Lehrer zurzeit nur noch über das mündliche Abitur und wie eine solche Prüfung in ihrem Fach ablaufen würde. So denke ich dauernd darüber nach, ob meine Leistung im Abitur gut genug war oder ob eine Zusatzprüfung erforderlich sein könnte. Übrigens hatten wir gleich am Tag nach der Mathe-Abiturprüfung wieder Unterricht – die Motivation war natürlich kaum zu unterbieten. Doch die Lehrer wussten sich zu helfen: Sie motivierten uns mit der sanften Drohung, dass genau dieses neue Thema des Unterrichts für eine eventuelle mündliche Zusatzprüfung im Juli wichtig sein könnte. Dabei werden vermutlich die Wenigsten eine solche Prüfung freiwillig machen, außer es geht um das Bestehen des Abiturs. Ich werde hoffentlich verschont bleiben, da ich keine Lust habe, kurz vor dem Abiball noch mal den ganzen Stoff von zwei Schuljahren innerhalb einer Woche zu lernen.
In Englisch und Französisch üben wir gerade für die im Juni anstehenden Kommunikationsprüfungen. Ein Teil dieser Prüfung ist ein fünfminütiger Dialog, in dem man ein Bild oder eine Karikatur ausführlich beschreiben muss. Davor haben wir 15 Minuten Zeit zur Vorbereitung und zum Notizenmachen. Nun musste ich vor der ganzen Klasse in Französisch probeweise diese fünf Minuten lang sprechen – und leider klappte das gar nicht gut. Schon nach drei Minuten wusste ich nicht mehr, was ich sagen kann, und wiederholte mich ständig. Positiv gesehen: Schlimmer kann’s bei der Prüfung auch nicht mehr laufen!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  23.05.2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
23.05.2018

Schülerleben live

Endlich eine Pause

Endlich habe ich auch das Kolloquium, die Verteidigung meiner Facharbeit, hinter mir. Trotz des schönen Wetters saß ich am Wochenende nur in meinem Zimmer vor dem Computer, um eine umfangreiche Powerpoint-Präsentation zu erstellen. Am Montag durfte ich diese vor den Schülern der 10. Klassen und drei Lehrern vorstellen. Zum Glück waren Letztere zufrieden mit meiner Arbeit, so dass ich nun glücklich mit meinem Ergebnis bin.
Mir ist eine große Last von den Schultern gefallen, nachdem ich das Kolloquium geschafft hatte. Bis zum Abitur muss ich mich nicht mehr mit Facharbeiten beschäftigen. Es ist schon fast ungewohnt, nach Hause zu kommen, ohne zu denken: „Vielleicht kann ich heute noch was für die Facharbeit erledigen.“
An Arbeit mangelt es mir trotzdem nicht. Ich habe noch viele Klausuren vor mir, Hausaufgaben und Tests kommen noch dazu. Doch die nächsten Wochen werden etwas entspannter, nicht zuletzt wegen der vielen Feiertage. Vielleicht habe ich dann endlich wieder Zeit, um meine Reise zu planen und etwas mit dem Pferd zu unternehmen. Die Rapsfelder leuchten bereits in einem schönen Gelb und nur zu gerne hätte ich ein paar Fotos von meinem Pflegepferd in diesen Feldern. Hoffentlich reicht diese kurze Pause vom Schulstress aus, um all das zu unternehmen, was zuletzt leider zu kurz kam. Ich freue mich zum Beispiel darauf, wieder mehr mit meinen Freunden unternehmen zu können.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  17.05.2018

Schülerleben live

Volle Wochen

Jetzt beginnt für mich die Phase, in welcher fast jede Woche zwei Klausuren anstehen. Dazu gesellen sich Lehrer, die ihren Unterrichtsstoff durch Hausaufgaben und Referate verschönern wollen. Dabei habe ich noch Glück, dass ich nicht drei Klausuren in einer Woche schreiben muss, wie viele andere. Trotz alledem sind meine Wochen schon voller Aufgaben, bevor sie überhaupt beginnen.
Dazu kommt, dass ich nebenbei ein Kolloquium vorbereiten muss, also eine Verteidigung zu der Facharbeit, die ich bis zum ersten Halbjahr schreiben musste. Doch da ich die Auswertung meiner Arbeit erst zwei Wochen vor dem Kolloquium bekommen habe, bleibt mir zum Vorbereiten nur wenig Zeit. Zum Glück liegt mir das Thema: „Die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes durch den Fleischkonsum der Menschen“. Darüber kann ich gut und viel reden – vermutlich bin ich einigen meiner Freunde schon mehrmals auf die Nerven gegangen, weil ich sie überreden wollte, wie ich Vegetarier zu werden. Das Zeitaufwendige am Kolloquium sind jedoch die Statistiken, die ich zum Teil selbst erstellen muss, weshalb mir stundenlange Recherche nach aktuellen Zahlen bevorstehen. Der nächste Zeitfresser sind die Vorbereitungsgespräche mit dem Lehrer, der meine Arbeit betreut. Diese sind zwar sehr sinnvoll, da sie mir die Möglichkeit bieten, mich optimal auf die Verteidigung vorzubereiten. Doch sie führen dazu, dass ich nach dem Unterricht noch in der Schule sitze und nicht zu Hause beim Lernen.
Noch vor einem Jahr hätte ich das Lernen wahrscheinlich einfach sein lassen. Doch jetzt, da es um das Abitur geht, ist eine gute Vorbereitung auf die Klausuren sehr wichtig. Zum Glück gibt es in den nächsten Wochen ein paar freie Tage, die mir vielleicht trotzdem Freizeit ermöglichen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  11.05.2018