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Schülerleben live

Der Countdown läuft ...

… bis die Schule endlich vorbei ist. So ist die derzeitige Stimmung unter uns Schülern. Und nicht nur wir, auch viele Lehrer haben immer weniger Lust, nach dem schriftlichen Abitur Unterricht zu machen. Irgendwie versuchen wir alle, die letzte Zeit bis zum Abschlussball Anfang Juli totzuschlagen.
Doch manche Lehrer scheinen uns die letzte Schulzeit noch vermiesen zu wollen, zum Beispiel unser Sportlehrer. Er wollte die Stunde, die wegen des schriftlichen Abiturs ausgefallen war, unbedingt nachholen. Doch in besagter Stunde waren von ungefähr 20 Schülern gerade einmal drei da. Seine neue Forderung: Nun müsste zusätzlich diese Doppelstunde in Form von zwei Nachmittagen mit drei Stunden Sport non-stop abgehalten werden. Als ich das erfuhr, dachte ich im ersten Moment an einen schlechten Scherz. In meiner ganzen Schulzeit wurde noch nie eine Stunde nachgeholt – und jetzt ausgerechnet in meinem Hassfach Sport!
Vorige Woche also sollten wir die drei Stunden Sport haben. Doch nach knapp zweieinhalb Stunden beendete sie unser Lehrer plötzlich: Wir würden uns seiner Meinung nach schlimmer als Fünftklässler verhalten und dafür sei ihm seine Zeit zu schade – letzterer Äußerung konnten wir durchaus zustimmen … Ich finde das Verhalten unseres Lehrers übertrieben und unverhältnismäßig, da es sich bei Sport um ein Nebenfach handelt. Außerdem kann man es sowieso aus seinem Zeugnis rausstreichen, die Noten zählen dadurch nicht in den Abischnitt.
Die gute Nachricht aber zum Schluss: Ab jetzt kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich noch Sportunterricht in meiner Schullaufbahn haben werde!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  30.05.2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
30.05.2018

Schülerleben live

Nach dem Abi ...

… ist (fast) wie vor dem Abi, habe ich nun festgestellt. Ich hatte eigentlich gedacht, sobald alle schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben sind, wird es viel entspannter in der Schule. Doch dem ist leider nicht so.
In der Woche nach dem Mathe-Abitur musste ich beinahe direkt weiterlernen auf eine Physik-Klausur. Die Vorbereitung darauf stellte sich fast als schwieriger als die Abiturvorbereitung heraus, weil niemand die Themen im Physikunterricht verstanden hatte. Irgendwie habe ich den Stoff doch noch in meinen Kopf bekommen, unter anderem mithilfe vieler Erklär-Videos auf YouTube.
Außerdem sprechen die meisten Lehrer zurzeit nur noch über das mündliche Abitur und wie eine solche Prüfung in ihrem Fach ablaufen würde. So denke ich dauernd darüber nach, ob meine Leistung im Abitur gut genug war oder ob eine Zusatzprüfung erforderlich sein könnte. Übrigens hatten wir gleich am Tag nach der Mathe-Abiturprüfung wieder Unterricht – die Motivation war natürlich kaum zu unterbieten. Doch die Lehrer wussten sich zu helfen: Sie motivierten uns mit der sanften Drohung, dass genau dieses neue Thema des Unterrichts für eine eventuelle mündliche Zusatzprüfung im Juli wichtig sein könnte. Dabei werden vermutlich die Wenigsten eine solche Prüfung freiwillig machen, außer es geht um das Bestehen des Abiturs. Ich werde hoffentlich verschont bleiben, da ich keine Lust habe, kurz vor dem Abiball noch mal den ganzen Stoff von zwei Schuljahren innerhalb einer Woche zu lernen.
In Englisch und Französisch üben wir gerade für die im Juni anstehenden Kommunikationsprüfungen. Ein Teil dieser Prüfung ist ein fünfminütiger Dialog, in dem man ein Bild oder eine Karikatur ausführlich beschreiben muss. Davor haben wir 15 Minuten Zeit zur Vorbereitung und zum Notizenmachen. Nun musste ich vor der ganzen Klasse in Französisch probeweise diese fünf Minuten lang sprechen – und leider klappte das gar nicht gut. Schon nach drei Minuten wusste ich nicht mehr, was ich sagen kann, und wiederholte mich ständig. Positiv gesehen: Schlimmer kann’s bei der Prüfung auch nicht mehr laufen!

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  23.05.2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
23.05.2018

Schülerleben live

Endlich eine Pause

Endlich habe ich auch das Kolloquium, die Verteidigung meiner Facharbeit, hinter mir. Trotz des schönen Wetters saß ich am Wochenende nur in meinem Zimmer vor dem Computer, um eine umfangreiche Powerpoint-Präsentation zu erstellen. Am Montag durfte ich diese vor den Schülern der 10. Klassen und drei Lehrern vorstellen. Zum Glück waren Letztere zufrieden mit meiner Arbeit, so dass ich nun glücklich mit meinem Ergebnis bin.
Mir ist eine große Last von den Schultern gefallen, nachdem ich das Kolloquium geschafft hatte. Bis zum Abitur muss ich mich nicht mehr mit Facharbeiten beschäftigen. Es ist schon fast ungewohnt, nach Hause zu kommen, ohne zu denken: „Vielleicht kann ich heute noch was für die Facharbeit erledigen.“
An Arbeit mangelt es mir trotzdem nicht. Ich habe noch viele Klausuren vor mir, Hausaufgaben und Tests kommen noch dazu. Doch die nächsten Wochen werden etwas entspannter, nicht zuletzt wegen der vielen Feiertage. Vielleicht habe ich dann endlich wieder Zeit, um meine Reise zu planen und etwas mit dem Pferd zu unternehmen. Die Rapsfelder leuchten bereits in einem schönen Gelb und nur zu gerne hätte ich ein paar Fotos von meinem Pflegepferd in diesen Feldern. Hoffentlich reicht diese kurze Pause vom Schulstress aus, um all das zu unternehmen, was zuletzt leider zu kurz kam. Ich freue mich zum Beispiel darauf, wieder mehr mit meinen Freunden unternehmen zu können.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  17.05.2018