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Schülerleben live

Fasching

„Das ist mein letztes Mal Fasching in der Schule“, ist mir zu Beginn des schmutzigen Donnerstag, wie er hier genannt wird, aufgefallen. Normalerweise bin ich an diesem Tag immer gerne in die Schule gegangen, weil es etwas Besonderes war. Schon allein der Schulweg war toll, da fast alle verkleidet in den Bus gestiegen sind.
Als ich nun in der Schule ankam, hörte ich schon von weitem laute Musik. Die ersten drei Stunden hatten wir nach Stundenplan Unterricht, also ging ich zu dem Raum, in dem wir Deutsch hatten. Doch ich war dort ganz allein – und das nur wenige Minuten vor Unterrichtsbeginn! Geschockt malte ich mir aus, wie es wohl sein würde, alleine mit dem Lehrer zu sein. Zum Glück sind meine Klassenkameraden aber wenig später noch aufgetaucht.
Ohnehin: Fast kein Lehrer, geschweige denn die Schüler hatten am schmutzigen Donnerstag Lust auf Unterricht. So saßen wir eine der insgesamt zwei Deutsch-Stunden herum, ohne etwas zu tun, dasselbe Bild in Religion. Während man sich in den vergangen Jahren die Zeit bis zur Schulbefreiung durch die Narren gegen 10 Uhr mit witzigen Spielen vertrieb, wartete wir dadurch dieses Mal gefühlte Tage auf die Befreiung. Doch dann kamen endlich die Narren und erlösten uns lautstark.
Nun habe ich eine Woche Ferien – die zweitletzten vor dem Abitur. Vielleicht sollte ich langsam anfangen, zu lernen …

Schülerleben live

Halbzeit

Es ist Halbzeit! Jetzt muss ich nur noch ein halbes Schuljahr in die Schule gehen, bevor ich (hoffentlich) mein Abitur in der Tasche habe. Erst vor Kurzem bekamen wir unsere Zeugnisse des dritten von insgesamt vier Halbjahren ausgehändigt. Und uns wurde sogar schon gesagt, wann der letzte Schultag sein wird, nämlich Ende Juni. Das ist vergleichsweise spät, da unsere Vorgänger bereits Anfang Juni keinen Unterricht mehr hatten. Dafür fangen unsere Abiturprüfungen erst Ende April an.
Das kommt mir noch wie eine Ewigkeit vor. Trotzdem werde ich ständig gefragt, wie es denn mit meinen Abiturvorbereitungen aussehe. „Ups, da war ja noch was“, denke ich mir daraufhin meistens. Denn fast noch niemand meiner Klassenkameraden hat schon mit dem Lernen angefangen. Und ich auch noch nicht, da ich lieber längere Zeit am Stück in den Ferien lerne und wir haben noch zwei vor dem Abitur.
Doch einige unserer Lehrer versuchen, uns stets ein schlechtes Gewissen zu machen und werfen uns vor, viel zu spät mit dem Lernen anzufangen. Wenn es nach ihnen ginge, hätten wir am besten schon vor den Weihnachtsferien mit den Vorbereitungen auf das bevorstehende Abitur begonnen.
Stress, Stress und nochmal Stress – so lässt sich zusammenfassen, wie ich zumindest die letzte Phase in der Schule wahrnehme. Aber nützt es etwas, den Schülern ständig Stress zu machen? Immerhin kam man auch zufrieden sein, dass wir es bis in die 12. Klasse geschafft haben, was bedeutet, dass wir schon viele Prüfungen erfolgreich abgelegt haben. Manche Lehrer sagen auch: „Es sind nur noch ein paar Wochen bis zum Abitur, ihr müsst euch jetzt mal anstrengen!“. Und ich sage: Es sind es ja noch fast zwei Monate.

Schülerleben live

Schulsport ist das Letzte

Ich hasse das Fach Sport! Schon in der Grundschule bekam ich bei den Bundesjugendspielen nicht – wie fast jeder andere – eine Auszeichnung, sondern nur eine Teilnehmerurkunde. Schon damals zeigten sich meine nicht vorhandenen sportlichen Fähigkeiten.
Doch auf dem Gymnasium wurde es noch schlimmer. Das Übelste für mich war Reckturnen, da es mir auch nach sieben Jahren Übung nicht gelang. Besonders litt ich beim Vorführen für die Notenvergabe, denn da musste ich mich vor der ganzen Klasse blamieren. Das Publikum lachte mich fast jedes Mal aus. Trotz meiner großen Anstrengungen bekomme ich jedes Jahr, seit ich auf dem Gymnasium bin, eine Vier. Deshalb sinkt meine Motivation für dieses Schulfach jedes Jahr noch mehr. Insgeheim hoffte ich, dass ich Sport nach der 10. Klasse abwählen könnte. Doch falsch gedacht! Ich hätte jedes Fach lieber gehabt als Sport, aber um das Abi zu bekommen, muss man mindestens zwei Schulstunden pro Woche Sport absolvieren.
Jede Sportstunde ist für mich der reinste Horror und ich zähle bereits jetzt, wie viele ich noch bis zum Schuljahresende vor mir habe. Seit Neuestem üben wir wieder Hochsprung – das konnte ich noch nie gut und nun darf ich mich erneut blamieren.
Das ist, was ich an Sport hasse: Dir wird immer wieder gezeigt, wie schlecht du bist. Denn, bevor wir zum Beispiel Fußballspielen, bestimmen zwei Schüler die Spieler für ihre Mannschaft – und ich werde jedes Mal als Letzter aufgerufen. Daran habe ich mich mittlerweile aber schon gewöhnt. Ich hoffe jedenfalls, dass ihr bessere Erfahrungen mit dem Fach Sport gemacht habt als ich.