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Die Lehrer von morgen

Und wieder auf Jobsuche

Ich weiß nicht, was los ist, aber ich musste nun schon wieder einen Job absagen. Ich dachte, das würde andersherum laufen, dass ich erst einmal ein paar Absagen bekomme und zugreifen muss, wenn sich etwas ergibt. Aber im Moment kann ich durchaus wählerisch sein. Ich genieße es, den Luxus zu haben, mir aussuchen zu können, was und wie viel ich arbeiten möchte.
Mittlerweile bin ich ausschließlich auf der Suche nach pädagogischen Arbeitsstellen, denn mit meinem Studienabschluss gelte ich als pädagogische Fachkraft und sollte auch dementsprechend bezahlt werden. Mein Ziel wäre es, mit nur 20 Stunden in der Woche über die Runden zu kommen. In meiner Zeit bis zum Referendariat habe ich nämlich noch viele weitere Dinge vor – zum Beispiel plane ich ernsthaft, einen Roman schreiben. Auch der PKW-Führerschein ist ein wichtiges Ziel für mich, das ich vor dem Referendariat erreichen möchte.
Erst einmal habe ich mich bei sämtlichen Kindergärten in meinem neuen Wohnort gemeldet und angefragt, ob sie zufällig Personal suchen und mit meinem Profil etwas anfangen können. Tatsächlich war ich in einer Einrichtung auch zu einem Vorstellungsgespräch. Allerdings hätte ich dort jede Woche montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr arbeiten sollen. Ein Vollzeitjob war aber wirklich nicht das, was ich wollte. Natürlich hätte er auch viel Geld bedeutet, aber Zeit ist für mich gerade mehr wert.
Nächste Woche habe ich ein weiteres Vorstellungsgespräch. Und zwar werde ich mich für eine Stelle im Kinderhaus, deren Arbeitszeiten jeweils Montag bis Mittwoch von 7 bis 14 Uhr sind, vorstellen. Da würde noch genug Zeit für andere Projekte bleiben. Ich habe keine Ahnung, welche Chancen ich mir ausrechnen kann, aber hoffe das Beste dafür.

Autor: Hannah  |  Rubrik: orientieren  |  28.06.2018

Die Lehrer von morgen

In den Sattel

Eine freie Woche – toll! Ich nutzte das traumhafte Wetter für eine Fahrradtour. Da mein Rad in Würzburg steht, musste ich das meiner Mutter ausleihen. Ich pumpte die Reifen auf – wobei mir mein Großvater half – und schwang mich auf den Drahtesel.
Bepackt mit Rucksack und Kühltasche radelte ich in die zehn Kilometer entfernte Stadt. Der Weg dorthin ist gut für Radfahrer ausgebaut. Nachdem ich den größten Berg überwunden hatte, konnte ich meine Tour in vollen Zügen genießen. Am Wegrand blühten die schönsten Wiesenpflanzen von Margareten bis hin zu Wiesenknöpfen. Die Blumen dufteten und die Bienen summten. Sogar einem Reh begegnete ich in Waldnähe. Es war herrlich, die Sonne auf der Haut zu spüren und sich den Wind durch die Haare wehen zu lassen.
In der Stadt angekommen beantragte ich eine beglaubigte Geburtsurkunde, die ich für meine Examensanmeldung benötige. Zudem kaufte ich frische Milch bei einem Bauern. Ich hielt mich nicht lange auf und besuchte nach getaner Arbeit Oma Frieda auf einen Kaffee und einen frisch gebackenen Hefezopf. Es war köstlich und wir hatten wieder einmal tolle Gespräche! Für mich ist es sehr wichtig, mir Zeit zu nehmen, Zeit für die Natur, andere Menschen und mich selbst. Im heutigen Alltagsstress gerät das oftmals in Vergessenheit!
Ich radelte wieder nach Hause und zündete mit einem Lächeln im Gesicht den Grill an. Ich wollte meine Familie mit verschiedenen Grillspießen und leckerem Fladenbrot eine Freude bereiten, damit sie ihren Feierabend genießen können.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  20.06.2018

Die Lehrer von morgen

Fachschaft, was ist das?

„Ey Janna, du bist doch in dieser ominösen Fachschaft und kannst mir bestimmt erklären, was das ist und was die eigentlich so macht, oder?“
Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz eindeutig, denn „Fachschaft“ kann eine ganze Menge bedeuten. Zum einen gehören der Fachschaft alle Studierende eines Fachbereichs einer Uni an, zum Beispiel alle Mathestudierenden der Uni Bonn. Das ist allerdings der seltenste Gebrauch des Begriffs. Dann gibt es noch den Ort. Wenn ich sage, dass ich gerade „in der Fachschaft sitze“, meine ich damit das Fachschaftsbüro im Nebengebäude des Mathezentrums, Erdgeschoss, erste Tür links. Und dann gibt es noch die Nutzung des Worts, die am häufigsten gemeint ist: Die Fachschaft sind alle Menschen rund um die Fachschaftsvertretung (FSV) und den Fachschaftsrat (FSR). FSV und FSR sind Gremien, die für unterschiedliche Dinge zuständig sind.
Die FSV hat eher verwaltende Aufgaben. Ihre Mitglieder werden jedes Jahr von der gesamten Fachschaft – in unserem Fall von allen Mathestudierenden der Uni Bonn –gewählt und müssen nach bestimmten Regelungen Dinge beschließen. Sie stimmen beispielsweise über die Fachschaftsreferenten und Studierendenstellvertreter für bestimmte Ausschüsse ab, über den Haushaltsplan des FSR oder darüber, ob wir als Fachschaft diese oder jene Haltung zu einem Thema offen zeigen.
Der FSR ist das ausführende Gremium. Er organisiert Spieleabende, Wein- und Käseabende, das Sommerfest, die Erstirallye und viele andere Veranstaltungen der Fachschaft. Es gibt Referenten im FSR, die für bestimmte Bereiche zuständig sind. Wir haben zum Beispiel einen Erstireferenten, einen Finanzreferenten, eine Öffentlichkeitsreferentin und mich als Lehramtsreferentin. Bei den wöchentlichen FSR-Sitzungen ist aber jeder herzlich willkommen und kann sich einbringen, indem er etwa eine Schicht beim Cocktailabend übernimmt oder sich zu einem Anwesenheitsdienst (AWD) bereit erklärt. Für Letzteren ist derjenige dann einmal pro Woche von 12 bis 14 Uhr im Büro Ansprechpartner für Studierende, bearbeitet Mails oder räumt auf.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  14.06.2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
14.06.2018