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Checkliste

Studium oder Ausbildung?

Mit dem Abi in der Tasche stehen junge Menschen vor einer wichtigen Entscheidung: Studieren oder doch eine Ausbildung machen? Beides hat seine Vorteile.

Klassenzimmer

Die Qual der Wahl: Studium oder Ausbildung?

Foto: Striegl

Eines vorab: Die Berufswahl ist keine Sackgasse. Nach dem Abschluss haben die jungen Menschen die Möglichkeit, die Weichen neu zu stellen und zum Beispiel auf eine Ausbildung ein Studium draufzusatteln. Das wichtigste ist, Ihren Nachwuchs dabei zu unterstützen, die individuellen Interessen und Fähigkeiten zu erkennen. Dann ergibt sich die richtige Entscheidung oft von selbst.

Für das Leben lernen

Studium: Interessen vertiefen und Persönlichkeit entfalten

Wenn es Ihrem Kind große Freude bereitet, ein bestimmtes Themengebiet zu durchleuchten, und sich dabei stundenlang in Büchern zu „vergraben", ist es für ein Studium geradezu prädestiniert. Und auch wenn die Studentenzeit nicht immer stressfrei ist, bietet sie doch viel Raum für persönliche Entfaltung und Wissenserweiterung.

Ausbildung: Verbindung von Theorie und Praxis

Bei einer betrieblichen Ausbildung sind die jungen Leute abwechselnd in die Arbeitsabläufe verschiedener Abteilungen eingebunden. Theoretisches Wissen wird in der Berufsschule vermittelt, sowohl allgemein bildendes als auch fachspezifisches. Viele Betriebe bieten zusätzliche Schulungen an, die sehr detailliert sein können.

Auch bei einer schulischen Ausbildung haben Ihr Sohn oder Ihre Tochter reichlich Praxisübungen im Unterricht und genug Fachpraktika, um die Arbeitswelt kennen zu lernen.

Erwerb von Schlüsselqualifikationen

Studium: Komplexe Themen ergründen

Bestimmte Kompetenzen können vor allem durch ein Studium erworben werden. Die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten etwa wird in einigen Berufsfeldern sehr geschätzt, zum Beispiel in der Unternehmensberatung.

Ausbildung: Aus der Praxis lernen

Viele Kompetenzen lassen sich in einer Ausbildung optimal trainieren. Ihr Sprössling arbeitet mit anderen zusammen, lernt Fragen zu stellen, Probleme zu lösen, je nach Beruf auch Kunden zu beraten oder Leistungen zu verkaufen. Das alles sind Schlüsselqualifikationen, die Ihr Nachwuchs für ein erfolgreiches Berufsleben benötigt.

Verdienst

Studium: Chancen auf höheren Verdienst

Im Durchschnitt verdienen Akademiker mehr als Beschäftigte ohne Studienabschluss. Die Kosten, die ein Studium bedeutet – also zum Beispiel durch Studiengebühren und die Aufwendungen für den Lebensunterhalt – gleichen sich nach dem Abschluss durch den höheren Verdienst häufig sehr schnell wieder aus.

Ausbildung: Sofort verdienen

Wer eine betriebliche Ausbildung macht, bekommt eine Ausbildungsvergütung. In schulischen Ausbildungen hingegen verdienen die Jugendlichen meist nichts, oft werden sogar monatliche Schulgebühren verlangt. Jedoch können Praxiseinheiten in den Betrieben vergütet werden. Ausbildungsentgelt für die gesamte Ausbildungszeit erhalten beispielsweise Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder auch Altenpfleger.

Förderungsmöglichkeiten

Studium: BAföG und Stipendien

Miete, Lebenshaltung, Bücher: Studieren ist nicht billig. Es gibt aber viele Finanzierungsmöglichkeiten wie beispielsweise BAföG, Bildungskredite oder auch Stipendien. Viele Studierende verdienen sich neben dem Studium etwas dazu, etwa als Werksstudenten. Ein positiver Nebeneffekt: Solche Praxiserfahrungen machen sich immer gut im Lebenslauf.

Ausbildung: Schüler-BAföG

Bei rein schulischen Ausbildungen ohne eigenen Verdienst kann der Nachwuchs ebenfalls BAföG beantragen.

Berufseinstieg

Studium: Relativ schneller Berufseinstieg möglich

Mit den neuen Bachelorstudiengängen kann Ihr Sohn oder Ihre Tochter schon nach drei oder vier Jahren einen berufsqualifizierenden Abschluss erreichen. Anschließend bleibt immer noch die Möglichkeit zu entscheiden, ob man direkt in den Beruf einsteigen oder noch einen Masterabschluss machen will.

Ausbildung: Sofort im Beruf

Bei den meisten Ausbildungen hat man nach zweieinhalb oder drei Jahren den Abschluss in der Tasche. Auch schulische Ausbildungen bereiten über Fachpraktika gezielt auf das Berufsleben vor und bieten so Kontaktmöglichkeiten zu potenziellen Arbeitgebern.

 

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