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Glossar

Das kleine Hochschul-ABC

Mit dem Bologna-Prozess wurden nicht nur die alten Studiengänge ersetzt, es gibt jetzt auch viele neue Begriffe und Bezeichnungen. abi>> hat Ihnen die wichtigsten aufgeschrieben, damit Sie mitreden können.

Universitätsbibliothek

Studienanfänger haben anfangs oft Schwierigkeiten, sich in der Universität zurecht zu finden.

Foto: Willmy CC

Akkreditierung

Die zeitlich begrenzte Anerkennung von Studiengängen. Nach Überprüfung von Mindeststandards durch Akkreditierungsagenturen vergibt der Akkreditierungsrat (bestehend aus Vertretern der Länder, Hochschulen, Studierender und der Berufspraxis) die Akkreditierung.

Auswahlverfahren

Ein hochschulinternes Zulassungsverfahren, in dem die Studienplätze etwa nach Abiturdurchschnitt, praktischen Erfahrungen, wie etwa eine abgeschlossene Ausbildung oder einzureichenden Arbeitsproben vergeben werden.

Bachelor

Grundständiges Studium und erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Die Regelstudienzeit beträgt zwischen drei und vier Jahren.

Bachelorarbeit / Bachelor-Thesis

Im letzten Semester gilt es, mit einer schriftlichen Abschlussarbeit zu zeigen, was man alles gelernt hat. Damit erwirbt man zwischen sechs und zwölf Credit Points.

Bologna

Darunter versteht man allgemein den Bologna-Prozess zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums, in dessen Zuge alle Studiengänge in Deutschland bis 2010 auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt werden sollen.

BAföG

Steht für „Bundesausbildungsförderungsgesetz". Damit wird die finanzielle Förderung durch den Bund bezeichnet, die Studierende erhalten und die in der Regel an das Einkommen der Eltern gekoppelt ist. Beantragen kann man es bei den örtlichen Studentenwerken.

Credit Points

Im Bachelorstudium gibt es zusätzlich zu den Noten im einzelnen Fach sogenannte Leistungspunkte, auch Credit Points genannt (heißen zum Teil auch ECTS-Punkte, nach dem European Credit Transfer System). Die Credit Points spiegeln den Aufwand wider, der nötig ist, um ein Modul abzuschließen. Das umfasst die Zeit und den Arbeitsaufwand für den unmittelbaren Unterricht, Vor- und Nachbereitungszeit sowie die Vorbereitung auf die Modul-Abschlussprüfung.

Diploma Supplement

Ergänzung zum Abschlusszeugnis, die genauere Auskunft über den Studienverlauf gibt. Dort werden zum Beispiel alle belegten Module mit Angabe der erworbenen Credit Points und Noten aufgelistet. So wird deutlich, welche Inhalte und Kompetenzen im Studiengang vermittelt wurden und potenzielle Arbeitgeber können sich ein besseres Bild von den Kenntnissen und Fähigkeiten des Absolventen machen.

Dissertation

Auch Doktorarbeit genannt, damit wird die Doktorwürde erreicht.

Exmatrikulation

Das Gegenteil von Einschreibung. Die Exmatrikulation erfolgt am Ende des Studiums oder zwangsweise, weil Prüfungsleistungen mehrmals nicht erbracht wurden.

Stiftung für Hochschulzulassung (www.hochschulstart.de)

Vergibt zentral die Studienplätze für folgende Studiengänge: Medizin, Tiermedizin,  Pharmazie und Zahnmedizin. Außerdem weitere als Serviceverfahren für verschiedene Hochschulen.

Immatrikulation

Einschreibung an der Hochschule, damit erhält man den Studierendenstatus.

KVV

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis. Wird von den einzelnen Fachbereichen herausgegeben und enthält detailliertere Angaben als das allgemeine Vorlesungsverzeichnis. Es ist in der Regel auch online erhältlich.

Master

Weiterführender Studiengang, der nach dem Bachelor aufgenommen werden kann. Er führt zu einem höherqualifizierenden Abschluss. Hier wird zwischen nicht-konsekutiven (eine neue Studienrichtung als im Bachelor wird eingeschlagen) und konsekutiven (tiefer gehende Spezialisierung des Bachelorstudiums) Masterstudiengängen unterschieden. Außerdem gibt es Weiterbildungsmasterstudiengänge, die den nicht-konsekutiven ähneln, bei denen aber Berufserfahrung vorausgesetzt wird.

Modul

Ein Modul entspricht manchmal nur einer Lehrveranstaltung, oft besteht es jedoch auch aus mehreren thematisch zusammengehörigen Lehrveranstaltungen, die sich teilweise sogar über mehrere Semester erstrecken. Abgeschlossen wird ein Modul in der Regel mit einer Prüfung oder Seminararbeit. Pflichtmodule müssen absolviert werden, bei Wahl- und Wahlpflichtmodulen bleibt Studierenden mehr Gestaltungsspielraum.

Mono- und Mehr-Fach-Bachelor

Bei einem Mono- oder Ein-Fach-Bachelor liegt der Schwerpunkt auf einem bestimmten Fach. Daneben gibt es auch Mehr-Fach-Bachelor, die sich entweder aus einem Kernfach und einem oder zwei Nebenfächern oder aus zwei gleichwertigen Fächern zusammensetzen. Die Hochschulen legen fest, ob und welche Fächer kombiniert werden können.

Numerus clausus (N.C.)

Der N.C. drückt aus, bis zu welcher Durchschnittsnote Abiturienten bei der letzten Zulassung einen Studienplatz bekommen konnten. Deswegen verändern sich die Werte von Semester zu Semester. Im Klartext: Der N.C. ist die Abinote des Glücklichen/der Glücklichen, die/der im aktuellen Bewerbungsverfahren den „letzten Platz" bekommen hat.

Ranking

Vergleicht Hochschulen nach verschiedenen Kriterien, zum Beispiel Ruf, Ausstattung, Exzellenzinitiativen. Es gibt aber auch für einzelne Fachbereiche Rankings, hier steht meist die Qualität der Forschung im Fokus der Bewertung.

Schlüsselqualifikationen

Der Bachelor setzt neben der Vermittlung von Fachwissen auch stark auf das Training von Schlüsselqualifikationen, Methoden- und Sozialkompetenz. Dazu gehören beispielsweise Fremdsprachen- und Computerkenntnisse, Präsentationstechniken, Kommunikations-, Teamfähigkeit und sonstige „Soft Skills". Dafür bieten die Hochschulen zum Teil eigene Module an oder Schulen diese Fähigkeiten über Pflicht-Praktika.

Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Heißt: Meist gibt es mehr Bewerber als Plätze. Hat also ein Studienangebot etwa einen N.C. wird damit nur mitgeteilt, dass hier die Anzahl der zu vergebenden Studienplätze begrenzt ist. Die Vergabe der Studienplätze hängt dann von verschiedenen Auswahlkriterien ab, bei denen die Abiturnote die wichtigste ist - zusätzlich spielen aber auch Wartesemester, gegebenenfalls fachspezifische Auswahlkriterien, Ergebnisse von Eignungstests, Auswahlgesprächen und so weiter eine Rolle.

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