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Auslandsaufenthalt

"Ewig Teil meines Lebens"

Auslandserfahrungen sind nicht nur wichtig für den Lebenslauf, sondern auch für die Entwicklung und Persönlichkeit junger Menschen. Für Abiturienten und Studierende gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Unsere Steckbriefe geben Ihnen einen Überblick.

Nach dem Abitur

Anderer Dienst im Ausland (ADiA)

Foto von Clemens Boisserée in seiner Einsatzstelle.

Clemens Boisserée

Foto: Privat

Name: Clemens Boisserèe

Alter: 20 Jahre

Auslandsaufenthalt: ADiA in Flint, Michigan, USA in einem Senior Center und zeitgleich ehrenamtliche Mitarbeit im Verein „World Horizon“

Info: Der „Andere Dienst im Ausland“ ist ein Ersatz für den Zivildienst.

Kosten/Finanzierung: Unterkunft und Verpflegung gibt es meist vom jeweiligen Trägerverein umsonst, außerdem ein kleines Taschengeld. Es hängt allerdings vom Projekt ab, an dem man teilnimmt. Teilweise müssen sich ADiA-Leistende einen sogenannten Förderkreis aufbauen.

Und das sagt Clemens:

„Meine Arbeitsstelle ist ein „Senior Center“. Es lässt sich mit den uns bekannten Jugendzentren vergleichen – allerdings für ältere Menschen. Bis Anfang August lebe ich jetzt noch meinen persönlichen „American Dream“, fahre meinen Pick-Up-Truck, treibe Sport und bereise Teile der USA, die ich bisher noch nicht kannte. USA-untypisch stehen mir hierzu vier Wochen Urlaub zur Verfügung.“

Freiwilligendienst im Ausland (mit weltwärts)

Foto von Marett Klahn.

Marett Klahn

Foto: Privat

Name: Marett Klahn

Alter: 21 Jahre

Auslandsaufenthalt: Freiwilligendienst mit weltwärts in Tamil Nadu (Indien); Englischunterricht für Grundschulkinder bei DEWI SARSWATI

Info: weltwärts ist ein Programm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Während des Aufenthalts stehen das gemeinsame Arbeiten, das alltägliche Voneinander-Lernen und der kulturelle Austausch im Mittelpunkt.

Kosten/Finanzierung: Unterkunft und Verpflegung gibt es umsonst, außerdem ein kleines Taschengeld von etwa 100 Euro. Auch die wichtigen Versicherungen, wie Kranken- und Haftpflichtversicherung, werden übernommen.

Und das sagt Marett:

„Das Schönste ist, zu sehen, dass das, was man tut, auch Früchte trägt. Zu sehen, wie das Englisch der Kinder besser wurde und sie einfache Konversation führen konnten und stolz auf sich selbst waren, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das Projekt und die Kinder werden ewig ein Teil meines Lebens sein.“

Au-pair

Foto von Jenny Gresshoff mit ihren Au-Pair Kindern.

Jenny Gresshoff

Foto: Privat

Name: Jenny Gresshoff

Alter: 21

Auslandsaufenthalt: Ein Jahr in Columbus, Ohio, in den USA als Au-pair bei einer Familie mit zwei Kindern im Alter von drei und fünf Jahren.

Info: Ein Au-pair lebt für eine bestimmte Zeit – meistens zwölf Monate – bei einer Gastfamilie im Ausland und kümmert sich um die Kinder.

Kosten/Finanzierung: Au-pair-Aufenthalte werden über Organisationen vermittelt. Dafür werden Gebühren erhoben, die sich je nach Organisation und Gastland unterscheiden. Dafür gibt es freie Kost und Logis und ein Taschengeld. Die Höhe hängt vom Gastland ab. Bei vielen Programmen übernimmt die Gastfamilie auch die Kosten für die Anreise.

Und das sagt Jenny:

„Meine Gastfamilie wartete am Flughafen mit Blumen und selbst gemalten Bildern auf mich, und ich fühlte mich sofort willkommen. Von diesem Moment an startete das beste Jahr meines Lebens! Ich lernte tolle Leute kennen, verliebte mich, verbesserte ganz nebenbei mein Englisch, feierte Thanksgiving und Weihnachten traditionell amerikanisch, jubelte bei Football Games, schwamm mit Delphinen, schrie in den Achterbahnen und shoppte bis zum Umfallen.“

Jobben/Praktikum im Ausland

Foto von Teresa Busch.

Teresa Busch

Foto: Privat

Name: Teresa Busch

Alter: 22

Auslandsaufenthalt: Dreimonatiges Praktikum in Sydney bei einem Partnerbüro von World of XChance.

Info: Anlaufstelle bei der Suche nach einem Job oder Praktikum im Ausland ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Daneben gibt es auch Programme wie „Work & Travel“ oder „Wwoof“, die Arbeitsstellen im Ausland vermitteln.

Kosten/Finanzierung: Bei manchen Programmen ist eine Vermittlungsgebühr notwendig. Ansonsten sind meist Kost und Logis frei. Wie hoch der Verdienst für die geleistete Arbeit ist, hängt vom Job/Praktikum und dem Gastland ab.

Und das sagt Teresa:

„Zwar hatte ich seit der siebten Klasse Englischunterricht und nehme im Studium am Business-Englisch teil, doch dass ich die Sprache fließend beherrsche, war zuvor nicht der Fall. Am Anfang habe ich noch zu viel nachgedacht und Fehler gemacht. Doch an meinem Praktikumsplatz war eine nette Atmosphäre, und ich wurde häufig korrigiert. Es ging immer besser. Und irgendwann redet man einfach drauf los.“

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