Für eine gerechtere Welt
Lehrerin, Ärztin oder Sozialpädagogin: Junge Frauen entscheiden sich oft für soziale und medizinische Berufe, weil sie das Gefühl haben, damit etwas Gutes zu tun. Dabei bieten auch viele technische und naturwissenschaftlich orientierte Berufe Möglichkeiten, sich für Menschen zu engagieren.
Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien lassen sich technisches Know-How und soziales Engagement verbinden.
Foto: Lander
Viele denken bei Elektrotechnik nicht weiter als bis zur elektrischen Schaltung für Steuer- oder Messgeräte oder bei der Informatik an trockene Softwareprogrammierung. Das ist sicher ein Teil dieser Arbeitsfelder, doch dahinter steckt noch viel mehr. Mithilfe von Technik und Co. kann die Lebensqualität von Menschen enorm verbessert werden.
So werden beispielsweise in der Medizintechnik, ein stark interdisziplinär ausgerichtetes Fach, Insulinpumpen für Diabetiker, Kernspintomographen für die Krebsfrüherkennung, Knieprothesen für Unfallopfer oder Herzfrequenzmesser entwickelt. Die Informationstechnologie macht es zum Beispiel möglich, dass heute Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche mithilfe von computerbasierten Therapie- und Lernkonzepten dieses Defizit besser in den Griff bekommen. Mithilfe der Elektrotechnik wird an intelligenter Haustechnologie gebastelt, die es älteren Menschen ermöglicht, möglichst lange und selbstbestimmt ein Leben in den eigenen vier Wänden zu führen: ein Bügeleisen und ein Herd, die sich selbst abstellen, ein Fernseher, der an die Einnahme von Medikamenten erinnert, oder Kleidung mit eingebauten Sensoren, die einen medizinischen Notruf absetzen können.
Auch im Kampf für den Umwelt- und Klimaschutz stellt ingenieur- und naturwissenschaftliches Wissen die Grundlagen, auf denen neue Technologien entwickelt werden. Seit Jahren rückt das Thema „Regenerative Energien“ ins Zentrum von Forschung und Entwicklung. Das bestätigt auch Brigitte Schulz, die den Arbeitskreis Ingenieurinnen beim Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) leitet: „Das Thema wird immer wichtiger, da wir Lösungen finden müssen, wie wir den aus Regenerativen Energien gewonnenen Strom effektiver in unser Energienetz einspeisen können“, erklärt sie. Gerade bei der Einspeisung und Speicherung von alternativ gewonnenem Strom gäbe es noch viel technologischen Entwicklungsbedarf.




