Wie viel verdient man als Berufseinsteiger?
Laut der aktuellen Absolventenbefragung der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) von 2007 liegen am oberen Ende der Einkommensskala weiterhin die Ingenieure (Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen) mit einem Einstiegsgehalt von 33.100 bis 38.250 Euro pro Jahr, Informatiker und Pharmazie-Absolventen stehen ähnlich gut da. Absolventen der Wirtschaftswissenschaften verdienen im ersten Berufsjahr im Schnitt 28.850 Euro, während die frischgebackenen Sprach- und Kulturwissenschaftler rund 10.000 Euro weniger pro Jahr zur Verfügung haben. Die Einkommensunterschiede zwischen vergleichbaren Fachrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen sind laut HIS-Studie insgesamt relativ gering.
Allerdings mussten die befragten Absolventen und Absolventinnen des Jahres 2005 gegenüber ihren Vorgängern insgesamt Einkommenseinbußen hinnehmen. Eine Ausnahme bilden die Humanmediziner: Hier fiel das AiP (Arzt im Praktikum) weg, was zu deutlich hören Einstiegesgehältern geführt hat, so dass sie mit einem ersten Jahresbruttogehalt von knapp 40.000 Euro die Statistik anführen.
Größere Firma = mehr Geld?
Laut der aktuellen Gehaltsstudie des Personaldienstleisters alma mater von 2009 steigt das durchschnittliche Einstiegsgehalt mit zunehmender Firmengröße an. Absolventen, die ihre Karriere bei einem großen Konzern starten, verdienten im Durchschnitt bis zu 4,72 Prozent mehr als der Durchschnitt. Auch steigt der Anteil der tarifgebundenen Arbeitsverträge mit zunehmender Unternehmensgröße an.
Aufgeschlüsselt nach Branchen zahlen Dienstleistungs- und Medienunternehmen sowie der Öffentliche Dienst am wenigsten. Die höchsten Gehälter zahlen Versorgungsunternehmen, Fahrzeughersteller, Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche sowie des Finanzwesens. „Die Chemie- und Pharmabranche rekrutiert üblicherweise sehr spezialisierte Bewerber. Die dann vorhandene passgenaue Eignung ist diesen Firmen möglicherweise einen Aufschlag wert", erklärt Jürgen Bühler von alma mater.





