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Wissenschaftsjournalistin

Medizinthemen für jedermann

"Es ist wichtig, medizinische Themen so zu erklären, dass Ältere und auch Kinder sie verstehen können", sagt Sanaz Saleh-Ebrahimi. Seit zwei Jahren arbeitet die 29-jährige Wissenschaftsjournalistin als Redakteurin beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und liefert Filmbeiträge für das Servicemagazin "Volle Kanne - Service täglich".

Auf dem Foto ist eine professionelle Aufnahmekamera in einem Fernsehstudio zu sehen.

Wissenschaftsjournalisten können in allen Medienbereichen arbeiten, auch bei Fernsehen und Film.

Foto: Neuner

Immer morgens von 9.05 bis 10.30 Uhr bietet die Sendung „guten Rat in allen Lebenslagen“: so das Motto des Magazins. „In der Rubrik ‚Praxis täglich’ stellen wir Krankheiten vor und geben Tipps, was Betroffene tun können“, erklärt Sanaz Saleh-Ebrahimi, die Filmbeiträge rund um das Thema Medizin und Gesundheit für die Sendung liefert. „Medizin ist emotional“, findet die 29-Jährige, denn häufig geht es um persönliche Schicksale. Die Redakteurin erinnert sich zum Beispiel noch gut an Lara, ein fünfjähriges Mädchen mit einem inoperablen Gehirntumor: „Der Vater hat ihr ein Bilderbuch über den Krebs gemalt, um ihr die Krankheit zu erklären und die Angst zu nehmen. Wie die Familie mit der schwierigen Situation umgeht, finde ich sehr beeindruckend.“

Ein Drehtag für fünf Minuten

Neben länger recherchierten Stücken arbeitet Sanaz Saleh-Ebrahimi bei „Volle Kanne – Service täglich“ auch aktuell. In den Themenkonferenzen der Redaktion stellen sie und ihre Kollegen immer wieder Ideen vor. Dazu schaut sie in der ZDF-

Sanaz Saleh-Ebrahimi hat lange braune, leicht gewellte Haare. Sie trägt einen roten Blazer über einem schwarzen T-Shirt.

Sanaz Saleh-Ebrahimi

Foto: ZDF / Rico Rossival

Datenbank, in der sie die neuesten Agenturmeldungen findet, im Internet und einschlägigen Fachzeitschriften nach. Wenn Sanaz Saleh-Ebrahimi die Themen vorstellt, sind sie also bereits vorrecherchiert. Finden Kollegen und Chefs das Thema gut, sucht sie nach Protagonisten für den Film. „Wenn es sich um ein harmloses Thema wie Fußpilz handelt, findet man recht leicht Patienten, die vor der Kamera darüber reden“, sagt sie. Wenn es um heiklere oder seltene Krankheiten geht, wird es schwieriger: „Vor allem bei peinlichen Krankheiten, zum Beispiel Geschlechtskrankheiten, kann es schon mehrere Wochen dauern, ehe man jemanden findet.“ Ist ein Interviewpartner gefunden, schreibt die Wissenschaftsjournalistin ein Treatment, eine Art kleines Drehbuch. Bereits vor dem Dreh wird festgelegt, welche Fragen den Protagonisten gestellt werden und welche Szenen der Kameramann filmen muss. Der Dreh ist durch Vorgespräche gut vorbereitet, ehe Sanaz Saleh-Ebrahimi mit Kameramann und Assistent zum Drehort fährt. Für die Dreharbeiten üblicher Medizinbeiträge, die meist fünf Minuten lang sind, benötigt sie ungefähr einen Tag. Auf dem ZDF-Gelände in Mainz wird dann getextet und  geschnitten. Wenn der Text zum Schnitt passt, spricht Sanaz Saleh-Ebrahimi ihren Beitrag in einem der Aufnahmestudios ein. Tage oder Wochen später wird der Beitrag dann in der Sendung eingespielt, vom Moderator angekündigt.

Viel Abwechslung

Zusätzlich zu den Medizinthemen stellt Saleh-Ebrahimi auch mal einen Prominenten im Servicemagazin „Volle Kanne – Service täglich“ vor oder dreht Beiträge mit nicht medizinischen Themen. Spaß macht ihr auch das Wetter: Seit dem Frühjahr moderiert Sanaz Saleh-Ebrahimi mehrere Tage im Monat in den heute-Nachrichten um 17 Uhr das Wetter.

Bei ihrer Arbeit fühlt sich die 29-Jährige rundum wohl, da sie viel Abwechslung bietet. Die dafür nötigen Grundlagen und Fachkenntnisse hat sie bei ihrem Wissenschaftsjournalismus-Studium an der Technischen Universität Dortmund gelernt, das sie mit einem Volontariat beim ZDF abschloss. „Mich haben Medizin und Gesundheit schon immer interessiert“, erzählt sie. Darum hat sie sich im Studium über ihr Zweitfach Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften/Medizin auch darauf spezialisiert.

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