Reiseziele managen
Chavdar Stoyanov (26) arbeitet bei einem der größten deutschen Tourismusanbieter im Controlling, wo er unter anderem die Hoteleinkäufe ausländischer Tochtergesellschaften koordiniert.
Chavdar Stoyanov bei einer Katalogvorstellung.
Foto: Privat
Noch bevor Chavdar Stoyanov seinen Bachelorabschluss in Leisure and Tourism Management an der Fachhochschule Stralsund abgeschlossen hatte, stand er bereits fest bei der Thomas Cook Touristik GmbH unter Vertrag. Der Einstieg gelang ihm über ein Praktikum, in dem er an einem Projekt mitarbeitete, das sich mit dem Markteintritt von Thomas Cook in Russland befasste. Von Beginn seines Praktikums an war er voll in das Projekt integriert worden, hatte eigenständige Aufgabenbereiche übernommen, reiste mit seinen Kollegen nach Moskau, wo er an Verhandlungen mit potenziellen Partnern vor Ort teilnahm. „Nach meinem Praxissemester ist mir in diesem Bereich eine Stelle angeboten worden“, erzählt der 26-Jährige.
Projektorientiertes Arbeiten war ihm durch das stark praxisorientierte Studium vertraut: „Ich hatte mehrere praktische Prüfungen, eine davon im Fach Tourism Marketing. Wir mussten für eine Gemeinde einen Masterplan erstellen, der Möglichkeiten aufzeigt, wie die Ausrichtung der Gemeinde von Landwirtschaft zu Tourismus umpositioniert werden könnte“, sagt Chavdar Stoyanov. Aufgrund zahlreicher Kooperationen der FH Stralsund werden solche studentischen Konzepte nicht für die Schublade produziert, sondern auch umgesetzt.
Controlling und Marktforschung
Nach seinem Praktikumssemester wurde Chavdar Stoyanov offiziell als Operation Manager in der Geschäftszentrale von Thomas Cook in Oberursel bei Frankfurt im Bereich Operations West/East eingestellt. Den wesentlichen Teil seiner Tätigkeit bilden Projekte in den Bereichen Controlling, Produktmanagement und Marktforschung. Zu seinen Aufgaben gehört es zum Beispiel, die Einkaufsvorbereitung von Hotelkapazitäten für die Thomas Cook Tochtergesellschaften in den Absatzmärkten Polen, Tschechien und Ungarn zu koordinieren. Bei der Betreuung osteuropäischer Länder sind seine Sprachkenntnisse oft ein Vorteil: „Ich spreche Englisch, Russisch, Bulgarisch und Spanisch. Meistens ist die Geschäftssprache Englisch, da muss man einfach fit sein“, meint er.
Zusätzlich zum Alltagsgeschäft ist Chavdar Stoyanov in unterschiedliche Projekte eingebunden. „Gemeinsam mit der IT-Abteilung haben wir Softwaretools in unsere ausländischen Tochtergesellschaften eingeführt, so dass wir im Controlling Daten besser abgleichen und analysieren können“, erklärt er.
Ob Projekt oder Tagesgeschäft, Chavdar Stoyanovs Tätigkeiten sind mit vielen Reisen verbunden: „Das Reisen macht natürlich sehr viel Spaß, wobei ich nicht nur in Osteuropa unterwegs bin, sondern auch immer wieder in unseren Urlaubszielen, wie zum Beispiel in der Türkei, Spanien oder Ägypten. Mit unseren Agenturen vor Ort bespreche ich strategische Initiativen, etwa durch welche Maßnahmen wir unsere Gästezahlen steigern können.“ Wer viel reist, trifft natürlich auch viele Menschen: „Da ich an der Schnittstelle zwischen den Tochtergesellschaften und der Geschäftsführung agiere, besteht meine Arbeit zum Großteil aus Kommunikation. Aber der Umgang bei uns ist recht locker. Und das genieße ich!“




