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Wer in die Zukunft schaut …

Programmierbarer Roboter.
Welche Berufe beschäftigen sich mit der Zukunft? abi» klärt auf.
Foto: Martin Rehm

Berufe mit Weitblick – Berufsübersicht

Wer in die Zukunft schaut …

Es gibt eine Vielzahl an beruflichen Tätigkeiten, die mit Prognosen arbeiten oder selber welche erstellen. Wer macht dabei was? abi» hat eine beispielhafte Übersicht zusammengetragen.

Demografen

Demografen beschreiben und analysieren die Bevölkerungsentwicklung. Dabei nutzen sie zentrale Kennziffern wie Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten oder die durchschnittliche Lebenserwartung und berücksichtigen für ihre Vorhersagen ökonomische, politische, soziale und ökologische Rahmenbedingungen. Demografen arbeiten in sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituten, bei Beratungsfirmen, in Statistikämtern und in der Markt- und Meinungsforschung. Der Zugang zum Beruf gelingt über ein Studium, beispielsweise Soziologie, Statistik oder Sozialwissenschaften.

Idea- und Innovationsmanager

Idea- und Innovations-Manager unterstützen den Innovationsprozess innerhalb eines Unternehmens. Sie erneuern oder verbessern Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen. Idea- und Innovationmanager arbeiten vor allem in großen Technologieunternehmen und bei Beratungsfirmen. Voraussetzung für diese Tätigkeit ist ein Studium, etwa Innovationsmanagement, Produktentwicklung oder Technologiemanagement

Konjunkturforscher

Konjunkturforscher analysieren volkswirtschaftliche Erscheinungen, prognostizieren deren weitere Entwicklung und geben wirtschaftspolitische Empfehlungen. Dazu entwickeln sie Fragebogen und werten sie aus. Konjunkturforscher finden Beschäftigung bei Wirtschaftsforschungsinstituten und Verbänden sowie in Marktforschungsunternehmen. In den Beruf führt beispielsweise ein Studium der Markt- und Kommunikationsforschung, Sozialökonomie oder Volkswirtschaftslehre.

Marktforscher

Marktforscher führen Markt- und Wettbewerbsanalysen durch. Anhand ihrer Ergebnisse beraten und unterstützen sie zum Beispiel Unternehmen der Konsumgüterindustrie, die neue Produkte einführen, ihre Produktpalette umgestalten sowie neue Marktanteile gewinnen wollen. Marktforscher arbeiten in Marktforschungsunternehmen oder bei Beratungsfirmen. Wer Marktforscher werden möchte, kann beispielsweise Soziologie, Werbung/Marketingkommunikation, Datenwissenschaft/Data Science oder Wirtschaftspsychologie studieren.

Meteorologen

Meteorologen erforschen Klimaprozesse und beobachten, messen und prognostizieren Wetterentwicklungen. Sie erarbeiten Modelle für Wettervorhersagen, entwickeln Messinstrumente, sammeln meteorologische Daten und erstellen Statistiken sowie Datenbanken. Meteorologen haben Meteorologie studiert und arbeiten an Hochschulen, in der öffentlichen Verwaltung, bei Versicherungen, bei Funk und Fernsehen sowie bei privatwirtschaftlichen Wetterdiensten.

Ökonometriker

Ökonometriker haben beispielsweise ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Volkswirtschaftslehre oder Statistik absolviert. Sie erstellen mithilfe mathematischer Verfahren Prognosen über wirtschaftliche Entwicklungen. Beispielsweise überprüfen sie inwieweit eine Steuersenkung neue Arbeitsplätze schaffen kann. Ökonometriker arbeiten in wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstituten, in Statistikämtern, in Konsumforschungsagenturen und großen Wirtschaftsunternehmen.

Produktentwickler (Mode)

Produktentwickler (Mode) beobachten aufmerksam kulturelle und gesellschaftliche Trends und entwerfen basierend darauf neue Designs, die den Geschmack der Menschen im darauffolgenden Jahr treffen sollen. Dabei arbeiten sie oft mit Trendscouts zusammen. Produktentwickler (Mode/Design) sind in der Modebranche und Designabteilungen von Unternehmen beschäftigt. In den Beruf führen eine Ausbildung (zum Beispiel zum Maßschneider, Designer oder zum Textil- und Modeschneider) sowie eine anschließende Weiterbildung.

Rating-Analysten

Rating-Analysten untersuchen, wie finanzkräftig, markt- und zukunftsfähig ein Unternehmen oder eine Institution ist, prüfen Jahres- beziehungsweise Haushaltsabschlüsse und bewerten Faktoren, die die künftige finanzielle Entwicklung beeinflussen können. Rating-Analysten finden Beschäftigung bei Rating-Agenturen, in Unternehmensberatungen und bei Kreditinstituten. Wer Rating-Analyst werden möchte, kann über ein Studium im Bereich Bank- und Finanzdienstleistung einsteigen, eine Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer absolvieren (Voraussetzung dafür ist ein Studienabschluss) oder nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung eine Weiterbildung zum Betriebswirt – Bank beziehungsweise Fachwirt – Finanzierung und Leasing aufnehmen.

Risikoanalytiker

Risikoanalytiker identifizieren Schwachstellen von versicherten Unternehmen. Sie berechnen beispielsweise mithilfe von Statistiken und Computersimulationen wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Naturkatastrophe, eines Terroranschlags oder eines Betriebsunfalls ist. Risikoanalytiker arbeiten bei Versicherungsgesellschaften. In den Beruf führen unterschiedliche Wege: Möglich ist ein Studium in Finanz- und Wirtschaftsmathematik, Risikomanagement oder Versicherungsbetriebswirtschaft oder eine Weiterbildung zum Aktuar (Voraussetzung hierfür ist ein Studienabschluss). Auch eine Weiterbildung zum Fachwirt – Versicherungen und Finanzen nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung kommt infrage.

abi>> 11.06.2018

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