Beworben hat sich Niklas Boger auf eine Anzeige, die Saatchi & Saatchi auf Facebook gepostet hatte. Inzwischen hat der 21-Jährige sein erstes Ausbildungsjahr am Frankfurter Standort der Agentur abgeschlossen.„Aktuell bin ich in die Betreuung von vier Kunden einbezogen“, erzählt der Azubi. „Ich arbeite daran mit, Kampagnen vorzubereiten, Gespräche mit Kunden oder deren Etatverantwortlichen zu führen, und plane den Einsatz von Werbemitteln.“ Da einer der Kunden seinen Sitz in London hat, kann Niklas Boger mit ihm die Vor- und Nachteile verschiedener Werbestrategien in englischer Sprache am Telefon besprechen.
Vor allem der unkomplizierte Umgang mit den Kollegen gefällt dem Azubi: „Gute Ideen werden immer aufgegriffen – auch wenn sie von einem Praktikanten oder Azubi stammen“, sagt er.
Der angehende Kaufmann für Marketingkommunikation hat Einblick in das Budget der Auftraggeber. Wenn einer seiner Kunden mitteilt, dass er in den nächsten Monaten einen bestimmten Betrag für Werbung ausgeben kann, kalkuliert Niklas Boger unter Anleitung seines Ausbilders anhand der Stundensätze für die verschiedenen Dienstleistungen der Agentur ein Angebot. Ist das Projekt abgeschlossen, macht er eine Aufstellung über die verschiedenen Posten, gleicht sie mit der Budgetplanung ab und leitet sie – wiederum in Absprache mit seinem Ausbilder – an die Finanzabteilung der Agentur weiter, die die Rechnung für den Kunden erstellt.
Zwei Vormittage in der Woche verbringt Niklas Boger in der Berufsschule und ist ab 15 Uhr an seinem Arbeitsplatz. Im Unterricht lernt er beispielsweise Finanzbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung oder er setzt sich mit verschiedenen Druckverfahren auseinander. „Wir bekommen erklärt, welche Kosten mit den einzelnen Verfahren verbunden sind, aus welchen Bestandteilen sich Druckkosten zusammensetzen und bei welcher Auflage sich welches Druckverfahren lohnt“, berichtet er.
Social-Media-Netzwerke im Blick
Am spannendsten findet Niklas Boger derzeit die Entwicklungen im Social-Media-Bereich. „Die Möglichkeiten, die Netzwerke wie Facebook bieten, wachsen täglich.“ Er beobachtet diese Entwicklungen, um Kunden auch über diesen Bereich beraten zu können. „Einen falschen Einsatz von Medien darf es nicht geben, denn für den Kunden wäre dies reine Geldverschwendung“, sagt der Azubi. Niklas Boger kann sich gut vorstellen, nach der Ausbildung noch ein Studium der Wirtschaftspsychologie zu absolvieren. „Die Verknüpfung von wirtschaftlichen Aspekten mit Psychologie ist für die Werbebranche sehr sinnvoll.“





