Beweglich bleiben
Die Arbeit von Physiotherapeuten hat Maximilian Düsenberg als Handballer und Leichtathlet schon am eigenen Leib erfahren. Eine Schulterverletzung hatte seine sportliche Karriere früh gestoppt, und ein Medizinstudium wäre mit Wartesemestern verbunden gewesen. So entschloss sich der 22-Jährige zu einer Ausbildung zum Physiotherapeuten.
Sportlich muss er dafür schon sein. „Wenn ich einen Patienten vor mir habe, der fast 150 Kilogramm wiegt, muss ich schon anpacken können und vor allem wissen, wie“, berichtet Maximilian Düsenberg. Seit 2008 absolviert er an der schleswig-holsteinischen Akademie Damp, einer staatlich anerkannten Schule für Physiotherapie, seine Ausbildung.
Erste Erfahrungen sammelte der gebürtige Hannoveraner bei einem Praktikum. Das sei für seine Entscheidung sehr wichtig gewesen, außerdem Voraussetzung, um an der Schule angenommen zu werden. In einer 30-köpfigen Klasse begann er als einer von neun jungen Männern. „Damit waren wir ohnehin schon ein sehr männlicher Jahrgang.“ Kein Zweifel: Für die Physiotherapie interessieren sich überwiegend Frauen.
Bereut hat Maximilian Düsenberg seinen Entschluss nicht: „Ich arbeite sehr gerne mit Menschen, und als Physiotherapeut habe ich ganz direkt mit ihnen zu tun.“ Positive Resonanz und Dankbarkeit der Patienten gäben ihm ein gutes Gefühl.
Ein straffes Programm
Physiotherapeuten behandeln Menschen, deren körperliche Bewegungsmöglichkeiten beispielsweise aufgrund ihres hohen Alters oder einer Krankheit oder Behinderung eingeschränkt sind. Auf der Basis einer ärztlicher Diagnose und eigener Beobachtung planen sie eine Therapie. Dabei trainieren sie etwa spezielle Muskeln. Physiotherapeuten arbeiten hauptsächlich in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, in Facharzt und physiotherapeutischen Praxen sowie in Altenheimen und in Einrichtungen zur Pflege von Menschen mit Behinderung
Ein breites Einsatzgebiet, das sich in der praktischen Ausbildung widerspiegelt. Diese umfasst eine bestimmte Stundenanzahl in Chirurgie, Innerer Medizin, Orthopädie und anderen medizinischen Fachrichtungen. Maximilian Düsenberg erlernt diese Praxis nachmittags in unterschiedlichen Kliniken und Therapieeinrichtungen in der näheren Umgebung des Ostseebads.
„Ein straffes Programm“ sei das, denn davor und danach besucht er noch Vorlesungen und Kurse. „Das muss man sich schon sehr gut einteilen“, betont der 22-Jährige. Zusätzlich zur Ausbildung belegt er nämlich an der Fachhochschule Kiel den Bachelorstudiengang Physiotherapie. Hier möchte er eventuell später seinen Master machen. Daneben gibt es eine ganze Reihe an Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Osteopathie, für die sich Maximilian Düsenberg interessiert.





