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Festo AG & Co. KG

Innovativ und zukunftsträchtig

Lackieranlagen für die Automobilindustrie, Abfüllmaschinen für Babynahrung: Die Festo AG & Co. KG in Esslingen hat einen großen Anteil daran, dass in der Industrie inzwischen vieles automatisiert abläuft. Das Unternehmen produziert Automatisierungstechnik für die Fabrik- und Prozessautomation.

Eine Konsole mit zwei Joysticks und einigen Tasten

Festo sorgt dafür, dass vieles in der Industrie automatisiert abläuft.

Foto: Becker

Seit ihrer Gründung im Jahr 1925 befindet sich die Festo AG & Co. KG im Wachstum. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Esslingen am Neckar hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der weltweit führenden Anbieter von pneumatischer und elektrischer Automatisierungstechnik entwickelt. Mittlerweile sind über 14.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 250 Standorten in 176 Ländern weltweit tätig. Die Festo Gruppe produziert und verkauft in ihrem Geschäftsbereich „Automation“ über 30.000 Katalogprodukte, wie Komponenten, Baugruppen, Komplettsysteme und individuelle Produktlösungen, die an die spezifischen Bedürfnisse der mehr als 300.000 Kunden aus 200 Branchen angepasst und auch miteinander kombiniert werden können.

Aus- und Weiterbildung

Neben Hightech-Produkten hat Festo aber noch einen zweiten Unternehmensbereich. 1968 war die Geburtsstunde von „Festo Didactic“. Zum Portfolio zählen Lernsysteme für die industrielle Aus- und Weiterbildung. Beispielsweise können Ausbilder von Industrieunternehmen Kurse zu Themen wie „Prüfungsgespräche richtig führen“ belegen oder ihre Azubis zu Seminaren wie „Grundlagen der Pneumatik und Elektropneumatik für Auszubildende“ schicken. Insgesamt werden Seminare, Trainings und Consulting in 26 Sprachen angeboten. Für die praktische Aus- und Weiterbildung stellt das Unternehmen auch schlüsselfertige Lernzentren her, an denen Auszubildende und Berufstätige beispielsweise an einer Workstation lernen, wie man richtig misst, vernetzt oder montiert. „Festo Didactic entwickelt Lösungen, die den Lernerfolg im gesamten Spektrum der Fertigungs- und Prozessautomatisierung steigern. Dabei fließt das gesamte Know-how von Festo in unsere tägliche Arbeit ein. Der Bildungsbedarf wird rasant weiterwachsen. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, das Lernen noch effizienter zu gestalten“, erklärt Claudia Hackbarth, die bei Festo für den Bereich „External Corporate Communication“ zuständig ist. „Weltweit nehmen jährlich rund 42.000 Kunden an Didactic Seminaren teil oder werden in Festo eigenen Trainingseinrichtungen geschult.“

Vorreiter im Bereich Bionik und Biomechatronik

Vor allem der Bereich „Forschung und Entwicklung“ spielt für das Unternehmen eine bedeutende Rolle. Hier entwickeln und konstruieren Ingenieure aus den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik, Feinwerktechnik und auch der Luft- und Raumfahrttechnik jährlich etwa 100 neue Produkte. Weltweit hat Festo 2.900 Patente angemeldet. Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen die pneumatische und elektrische Automatisierungstechnik, die zum Beispiel von der Automobil-, Elektronik-, Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie genutzt wird. Vom Schweißen von Automobilkarosserien über die Produktion von Mobilfunktelefonen bis hin zum Abfüllen von Babynahrung: Überall ist die Automatisierungstechnik von Festo beteiligt.

Darüber hinaus investiert das Unternehmen auch in neue Ansätze der Produktentwicklung: die Bionik und Biomechatronik. Die angewandten Wissenschaften, die Erkenntnisse aus der Natur gewinnen und auf die Technik übertragen, gelten als Gebiete der Zukunft. Wer die Funktionsweisen der Natur versteht, kann diese auch auf technische Anwendungen übertragen. So geschehen zum Beispiel beim Bionischen Handling-Assistenten, der vor einem Jahr den Deutschen Zukunftspreis und damit die höchste Auszeichnung für eine technische Innovation gewann. Er wurde nach dem Vorbild des Elefantenrüssels gebaut, dient mittlerweile als Greifwerkzeug und dritter Arm in der Produktion und ermöglicht so neue Arbeitsprozesse.

„Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution. Wir sprechen von der digitalen Fabrik, das heißt von autonomen Systemen oder Maschinen mit kollektivem Verhalten, die sich über ausgeklügelte Softwaresysteme selbst steuern oder gesteuert und überwacht werden“, erklärt Dr. Theodor Niehaus, Geschäftsführer von „Festo Didactic“. „Wir reden von mobiler Robotik, das heißt von Robotern, die sehen, fühlen und interagieren und so selbstständig Aufgaben ausführen können. Für all diese Bereiche brauchen wir qualifizierte Nachwuchskräfte.“ Und zwar hauptsächlich aus den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik, Automatisierungstechnik, Informatik oder Elektrotechnik.

 

Unternehmen im Branchenkontext

Weitere Anbieter von pneumatischer Antriebstechnik in Deutschland (Auswahl)

 

Unternehmen                                             Zahl der Mitarbeiter

Pilz International                                        1.400

ifm electronic                                              3.500

Balluff (sensors worldwide)                    2.180 (weltweit)

 

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