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Duales Studium Elektrotechnik

Praxisnahes Studium

Alexander Weber (24) absolviert bei der Festo AG & Co. KG in Esslingen ein duales Bachelor-Studium im Fach Elektrotechnik. Während seines Studiums wird er im zwölfwöchigen Wechsel bei Festo AG & Co. KG und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart ausgebildet.

Alexander Weber steht mit einem Controller in der Hand an ein Gerüst gelehnt.

Alexander Weber macht bei der Festo AG & Co. KG ein duales Studium.

Foto: Festo

„Ich wollte unbedingt nah an der Praxis studieren. Dass ich das im Theorieunterricht Gelernte in der Praxis umsetzen kann, hat mir schon bei meiner ersten Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme gefallen“, erklärt Alexander Weber seine Entscheidung für ein duales Studium. „Wir sind zirka 30 Studierende in einem Studienkurs, es gibt Anwesenheitspflicht und der Zeitplan wird straff eingehalten. Man kann sich also sicher sein, dass man nach drei Jahren seinen Bachelor in der Tasche hat.“ Seit Oktober 2008 wird der 24-Jährige im Wechsel von Festo und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart zum Elektroingenieur ausgebildet. Er absolviert jeweils zwölf Wochen bei seinem Arbeitgeber in Esslingen und zwölf Wochen an der Dualen Hochschule in Stuttgart. Seine Bewerbung für das Studium richtete Alexander Weber nicht an die Universität, sondern direkt an die Festo AG & Co. KG, die ihn wiederum bei der Dualen Hochschule anmeldete. Außerdem übernimmt Festo die Studiengebühren von 500 Euro pro Semester und zahlt dem Studenten ein fixes Monatsgehalt, das er auch während der Hochschulphase erhält.

Einteilung in Theorie- und Praxisphasen

In den so genannten Theoriephasen an der Dualen Hochschule erhielt Alexander Weber im ersten Studienjahr eine Grundlagenausbildung in den Fächern Elektrotechnik, Informatik und Mathematik. In den höheren Semestern können sich die Studierenden spezialisieren und aus Fächern wie Fahrzeug- und Leistungselektronik oder Energietechnik wählen. Alexander Weber wählte Energie- und Hochfrequenztechnik. Während seiner Praxisphase bei Festo durchläuft der 24-Jährige verschiedene Abteilungen des Unternehmens. „In meinem ersten Jahr war ich zusammen mit allen anderen Auszubildenden in der Ausbildungsabteilung. Dort wurde mir und meiner Gruppe ein Ausbilder zugeteilt, der uns bis zum Ende der Ausbildung begleitet und mit Rat und Tat zur Seite steht. Er vermittelte uns die elektronischen und technischen Grundlagen und verteilte kleinere Projekte, wie zum Beispiel den Bau eines Roboters.“

Im zweiten und dritten Studienjahr standen weitere Abteilungen auf dem Programm, wo Alexander Weber viel praktisches Wissen erwerben konnte: So programmierte er zum Beispiel in der Forschungsabteilung einen Prüfstand für Sensoren. Dabei werden Sensoren auf deren Genauigkeit hin überprüft. In der Entwicklungsabteilung schrieb er ein Programm zum Auslesen einer Sensorzelle. „Momentan bin ich in der Entwicklung von Steuerungseinheiten tätig, hier werden für die Automatisierungsindustrie kleine Steuerungsmodule – entwickelt, die die Abläufe in einer technischen Anlage in richtiger Reihenfolge koordinieren. In diesem Bereich schreibe ich auch an meiner Bachelor-Arbeit.“

Für diese entwickelte der 24-Jährige einen Prototyp für ein digitales Steuerungsmodul, das später in der Automatisierungsindustrie eingesetzt werden kann. Dies gehörte bisher zu einem seiner schönsten Arbeitserfolge: „Ich habe acht Wochen lang intensiv an diesem Modul gearbeitet: Den Schaltplan und das Layout der Platine virtuell erstellt, und schließlich alles an einen externen Lieferanten von Festo geschickt, damit dieser die Platine fertig stellt. Das Bestücken der elektronischen Bauteile wurde dann wieder in Eigenregie durchgeführt. Das waren acht lange Wochen des Wartens: Wird alles funktionieren? Oder muss ich noch etwas nachbessern? Als alles funktionierte, war ich überglücklich. “

Übernahme gesichert

Alexander Weber fühlt sich wohl bei seinem Arbeitgeber. Besonders schätzt er an seiner Ausbildung, dass er so viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen konnte. „Somit knüpft man wertvolle Kontakte und wird vielleicht auch mal von der einen oder anderen Abteilung weiter empfohlen.“ Eine wertvolle Erfahrung, die Alexander Weber während seines dualen Studiums sammeln konnte,  ist mit Zeitdruck und großem Arbeitspensum umzugehen. „Ein duales Studium läuft anders ab: Man hat zum Beispiel nicht so lange Semesterferien, sondern lediglich Anspruch auf 30 Tage Urlaub, wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Das heißt, dass man versuchen muss, während der Praxisphasen zum Beispiel Arbeitsberichte für die Uni zu schreiben. Auch geht ein Teil des Jahresurlaubs für das Lernen auf Prüfungen drauf.“ Und während der Theoriephasen an der Hochschule kann es auch mal sein, dass der Arbeitgeber anruft. Trotz dieses Drucks ist Alexander Weber froh, sich für das duale Studium und für die Festo AG & Co. KG entschieden zu haben. Umso mehr freut er sich, dass ihn sein Arbeitgeber nach seinem Bachelor-Abschluss Ende September 2011 übernehmen möchte.

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